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BERLIN 10.6.2000 (pa/t-off). Die Frage nach den DSL-Telefonen ist beantwortet. Es gibt sie. Zumindest in den USA wird kräftig an der Entwicklung von Technik gearbeitet, die das Telefonieren über eine xDSL- Verbindung ermöglicht. Dieses Voice-over-DSL (VoDSL) erlaubt die Nutzung der letzten Meile (TAL) für mehrere digitale Sprachtelefonie- Kanäle bis zur Vermittlungsstelle. Die Anzahl der Kanäle hängt von der DSL- Bandbreite ab. Mit VoDSL sind aber mehr Kanäle als beim ISDN (2 x 64 kBit/s) realisierbar. Damit lassen sich insbesondere für kleinere Firmen mehrere Telefonleitungen kostengünstiger als in klassischer Digitaltechnik (ISDN) einrichten.
Beim VoDSL werden die digitalen Sprachpakete bis zu einem Gateway in der Vermittlungsstelle transportiert, wo sie entweder in das reguläre Telefonnetz (PSTN) geleitet oder auch ins Internet weitergereicht werden können (Voice-over-IP). In Deutschland wird das kostensparende VoDSL von Telcos wie Telekom, Arcor oder Otelo noch nicht angeboten, da diese an der Vermarktung der angestaubten ISDN-Technik interessiert sind. In den USA sollen bis zum Jahresende bereits 200.000 VoDSL- Anschlüsse in Betrieb sein. Bis 2002 werden rund 3 Millionen VoDSL- Anschlüsse erwartet. Für Deutschland gibt es derzeit keine Prognosen. [mehr] [Links zu VoDSL]
BONN 1.6.2000 (pep/t-off). 1996 wurde im Telekommunikationsgesetz (TKG) unter dem letzten Postminister Wolfgang Bötsch (CSU) festgelegt, daß nur die Preise des öffentlichen Sprachtelefondienstes des Marktbeherrschers (Telekom) der Vorab- Genehmigung durch die Bonner Regulierungsbehörde unterliegen. Die Entgelte für den Internet- Zugang und für Online- Dienste müssen auch wenn sie per Modem- Technik über das öffentliche Telefonnetz abgewickelt werden nicht nach § 25 Abs. 1 zusammen mit § 27 Abs. 1 TKG genehmigt werden. Sie unterliegen aber einer gewissen nachträglichen Entgeltregulierung. Darauf wies jetzt noch einmal der Deregulierer im Zusammenhang mit der Diskussion um die neue T-Online Flat-rate hin. [mehr]
Diese Bötsche Lücke beim Datenverkehr ist das Ergebnis Bonner Politik ohne Visionen. Sie hat sich als massive Bremse bei der Durchsetzung des unmetered Zugangs zum Internet erwiesen. Während die Regulierungsbehörden in London und Den Haag gegenüber den Marktbeherrschern British Telecom bzw. KPN die zeitunabhängige Berechnung des telefonischen Internet- Zugangs anordnen konnten, ist der Bonner Regulierer nicht in der Lage, adäquat und zügig im Interesse der Volkswirtschaft zu handeln. Chef-Regulierer Scheurle im Interview: Zum Jahresende werden wir den Stand der Deregulierung im Ortsnetz reflektieren und dann auch gegebenenfalls zu neuen Methoden der Regulierung greifen.
[Klärungsbedarf bei
Internet-Flat-rate]
[Behinderung der deutschen
Internet-Entwicklung]
[Telekom-Regulierung 1998]
BONN 26.5.2000 (wop/t-off). Auch in Deutschland beginnt nun das Zeitalters des unmetered Internets, wenn auch noch nicht für die breite Masse. Die Deutsche Telekom führt zum 1. Juni bei ihrer Tochter T-Online International AG eine echte Flat-rate zu 79 DM pro Monat ein. Mit diesem Pauschalpreis sind die unbegrenzte Online- Nutzung inklusive Internet sowie die Telefon- gebühren bei Einwahl über das Telekom- Netz abgegolten. [mehr] [Telekom-Pressemitteilung]
Die Nutzung des Online-Dienstes der Telekom kann in einfacher Weise nur mit proprietärer nicht offengelegter Zugangssoftware erfolgen. Viele Kunden wollen dieses auch aus Sicherheitsgründen vermeiden. Sie setzen bei der Nutzung des Internets lieber auf weltweit bewährte Standard- Zugangssoftware eigener Wahl (TCP/IP-Stack, Mail-Client, IRC, Web-Browser, FTP, Telnet usw.). Dies ist aber nur bei reinen Internet Service Providern (ISP) möglich. Für diesen Kundenkreis bringt deshalb die neue Flat-rate nichts. Denn die Telekom hat nach wie vor keine Großhandelspauschale für die Ortsnetznutzung bei der Internet- Einwahl im Angebot, die erst den Wettbewerb für ISP erlauben würde.
Zur Genehmigung wurde die Flat-rate den Bonner Wettbewerbshütern nicht vorgelegt, obwohl der Wettbewerb massiv betroffen ist. Eine Lücke in der Bötschen Gesetzgebung (TKG) machte dies möglich. In Großbritannien hingegen konnte der Regulierer Oftel den Marktbeherrscher British Telecom unlängst zwingen, mit einer Groß- handelspauschale auch Wettbewerb bei den Flat-rates zu ermöglichen. [mehr]
[Internet-Anbieter bereichern den
Tarifdschungel]
[IOT: Die Schattenseite der T-Online
Flat-rate]
[Stellungnahme des Regulierers vom
29.5.2000]
Vorbild Großbritannien:
[Oftel orders unmetered access]
[Historic' ruling on Internet access]
5.6.2000 (t-off). Von mehreren Leser kam der Hinweis, daß
das Internet via T-Online unter der Einwahlnummer 0191011 auch
ohne die spezielle Zugangssoftware von T-Online erreicht werden
kann, da die Telekom hier inzwischen PPP bzw. SyncPPP bei ISDN verwendet.
Offensichtlich funktioniert das aber nur von PCs unter "Windows" (aber wohl
nicht von allen Betriebssystem- Versionen) oder Linux, nicht aber unter
anderen Betriebssystemen oder von anderen Computer- Plattformen (z. B.
Apple Macintosh unter MacOS 6.x oder 7.x). In jedem Fall ist eine solche
Sonderinstallation und Konfigurierung nur mit speziellen Kenntnissen
möglich. Und T-Online gibt dazu keine (Hotline-) Unterstützung.
Oder gibt es dazu bei T-Online intern genaue Infos?
[Link mitteilen]
BERLIN 13.5.2000 (pa/t-off).
Technisch verträgt sich ein analoger Telefonanschluß durchaus
mit einer zusätzlichen Internet- Nutzung der letzten Meile per ADSL.
Nicht so bei vielen europäischen Telcos. Ohne ISDN- Anschluß
geht meistens nichts. Wer Vorteile wie
billigeres Telefonieren,
Flat-rates
oder breitbandiges Internet via ADSL oder
SDSL haben will, muß erst
mal für einen digitalen ISDN-Doppelanschluß (2 x 64 kBit/s)
löhnen, auch wenn der Komfort einer zweiten Leitung gar nicht
benötigt wird. Und das kostet z. B. bei der Telekom jeden Monat
25,08 DM mehr als ein Analog- anschluß für 24,82 DM.
Warum, so fragen sich Kunden, müssen sie erst teure und langsamere
ISDN-Geräte kaufen, um in den Genuß eines schnellen
ADSL-Anschlusses zu kommen? Die Systeme würden
sich ergänzen, sagen
lapidar die Telcos. Ihnen geht es aber egal ob sie nun Arcor,
MobilCom oder Telekom heißen mehr ums Kassieren der
höheren Grundgebühr für Anschluß und letzte
Meile.
Der Vorwurf an Europas Telcos bleibt bestehen: Weil sie zu lange auf den
älteren Standard gesetzt haben, muß ISDN nun weiter vermarktet
werden, um die Investitionen zu amortisieren. Denn ab Vermittlungsstelle
ist sowieso alles digital. Zum Vergleich die USA: Dort hat man ISDN
praktisch ausgelassen und direkt von Analog- auf xDSL- Systeme umgestellt
und außerdem das Line- sharing zwischen Telefonie und xDSL
eingeführt.
Erst wenn auch hierzulande die vollständige Entbündelung
der letzten Meile das Line-sharing
vollzogen ist, wird es echten Wettbewerb bei den Anschlußarten
geben. Der Kunde kann sich dann einen Analog- oder ISDN- sowie
DSL-Anschluß vom jeweils günstigsten Anbieter holen. Für
den deutschen Deregulierer heißt
das: Dringender Handlungsbedarf! Und für die Telco-Ausrüster:
Warum gibt es eigentlich noch keine digitalen DSL- Telefone?
[In den USA startet man damit]
[09.04.1998: Von der unendlichen
Langsamkeit der Telekom]
BERLIN 6.5.2000 (nes/t-off). Ein großes Ärgernis
beim Ortsnetzwettbewerb ist auch die fehlende oder mangelhafte Wahlfreiheit
(Call-by-call) bei
Ferngesprächen und Telefonaten in die Mobilnetze, sobald ein Kunde mit
seinem Telefon- Anschluß von der Telekom zu einer anderen
Telefongesellschaft (Telco) wechselt. Dann zahlt er beim Ferntelefonieren
meist drauf. So hatten sich die Kunden den liberalisierten
europäischen Telefonmarkt eigentlich nicht vorgestellt.
Wer mit den günstigen Ortstarifen bei lokalen Telcos (City-Carrier)
oder Anbietern wie Arcor oder MobilCom liebäugelt, muß meist die
Kröte teurer Ferngespräche schlucken. Anders als die Telekom
haben diese Telcos nicht mit allen
anderen Telcos
Durchleitungsverträge abgeschlossen. Sie wollen bei den
Ferngesprächen das verdienen, was ihnen anderswo verlorengeht. Und
deshalb funktioniert nach dem Wechsel das kostensparende Call-by-call zu
besonders niedrigen Ferntarifen nicht mehr.
[Beispiel: Berliner
Ortsnetzwettbewerb]
[Beispiel: City-Carrier
BerliKomm]
[Statement des Regulierers und der Telekom]
BONN 3.5.2000 (wop/t-off).
Die Deutsche Telekom darf die im Februar
angekündigte Flat-rate
XXL fürs kostenlose Telefonieren an Sonntagen vom 1.
Juni bis zum Jahresende erproben. Das hat jetzt der Regulierer genehmigt.
Der Pauschaltarif von 4,99 DM/Monat steht nur ISDN-Kunden mit abonniertem
AktivPlus-Tarif (9,90 DM/Monat)
zur Verfügung. Für die Masse der Analogkunden hat die Telekom
eine solche Flat-rate nicht beantragt.
[mehr]
[Regulierer zum XXL-Tarif]
[AOL begrüßt Flat-rate]
STOCKHOLM 1.5.2000 (ir/t-off).
Schwedens Regierung hat erkannt,
daß es für die Volkswirtschaft günstig ist, wenn alle
Haushalte mit einem schnellen Internet- Zugang ausgestattet sind.
Ende März kündigte sie deshalb eine Initiative zum Bau eines
Hochgeschwindigkeitsnetzes an, das Daten 2000-mal schneller als ein ISDN-
Anschluß zum Kunden transportieren kann. Damit das
Breitband-Internet zum Massenmedium wird, sollen 8,3 Mrd. SKr aus dem
Privatisierungserlös der Telia
eingesetzt werden.
[mehr]
[Auch Dänemark setzt aufs
Breitband-Internet]
DENVER/BERLIN 26.4.2000 (wos/t-off).
In den USA ist es nun so weit: Die letzte Meile aus Kupferdrähten zum
Telefonkunden kann in Teilen an verschiedene Firmen vermietet
werden. Während bei diesem Line-sharing im niedrigen
Frequenzbereich Sprachtelefonie übertragen wird, kann der Kunde
gleichzeitig von einem anderen Anbieter mit einem permanenten
Breitband- Internet- Anschluß im hohen Frequenzbereich per DSL-Technik
versorgt werden. US West hat gestern
vorläufige Mietpreise für das Line-sharing von 5,40 bis 8,25 $
pro Monat mitgeteilt.
[mehr]
Der US-Regulierer FCC hatte bereits im
November 1999 diese weitergehende Entbündelung der
Kundenanschlüsse in Ortsnetzen angeordnet
[t-off dokumentierte]. Damit soll
der Wettbewerb beim Breitband- Internet entscheidend gefördert werden.
Auch von der EU wird die kurzfristige Einführung des Line-sharings
gefordert. In Deutschland hingegen
habe es der Regulierer bislang
versäumt, solchen Wettbewerb zu fördern, sagen Marktbeobachter.
Denn die Bundesregierung sei trotz
anderslautender Beteuerungen
gegen mehr Wettbewerb im Telekom-
Ortsnetz und damit auch gegen das Line-sharing.
[mehr]
[noch mehr]
[Brüssel moniert Grundgebühr
der Telekom]
LONDON 22.4.2000 (par/t-off). Zwischen der
British Telecom (BT) und MCI WorldCom war
es zum Streit um den unmetered Internet-Zugang gekommen [t-off
dokumentierte]. Der
britische Regulierer OFTEL veröffentlichte jetzt einen
Anordnungsentwurf zur Beendigung dieses Disputs. Danach soll BT ab 1.
Juni 2000 auch ein Produkt für den Rufaufbau des Internet- Zugangs
(FRIACO Flat Rate Internet Access Call Origination) zu einem
Großhandelspreis von 236,51 £ [rund 780 DM] pro Jahr für
eine 64 kBit/s Leitung anbieten.
[mehr]
Mit der Einführung der Flat-rate auf Großhandelsebene wird in
Großbritannien die Möglichkeit geschaffen, daß
alle BT- Konkurrenten Internet zum Pauschalpreis für den
Endkunden anbieten können. Durch die Preisvorgabe von
OFTEL
könnte je nach Wettbewerber und Nutzerzahl ein pauschaler
Endkundenpreis von deutlich unter 100 DM pro Monat erreicht werden.
[MCI WorldCom goes head to head with
BT]
[OFTEL: BT's Surftime is anti-competitive]
BERLIN 20.4.2000 (pep/t-off).
Auch im 28. Monat nach der vollständigen Öffnung des
Telefonmarkts ist es in Deutschland der Regulierung nicht gelungen, einen
funktionierenden Wettbewerb herzustellen. Die
Monopolkommission hat
jetzt erneut moniert, daß vor allem in den Ortsnetzen kein Wettbewerb
herrsche. Hier sei die Deutsche Telekom noch immer praktisch
konkurrenzlos. Denn für Privatkunden gibt es kaum attraktive
Alternativen, die einen Anschlußwechsel von der Telekom zur
Konkurrenz sinnvoll machen zumal dann das günstige
Ferntelefonieren per Call-by-call
entfällt.
[Beispiel Ortsnetz Berlin]
Während derzeit ein 5-Minuten-Telefonat trotz Mitbenutzung des
Ortsnetzes nach New York oder sogar nach Honolulu auf Hawaii nur noch
44 Pfennig kostet (Super 24), bezahlt
man bei der Telekom für 5 Minuten im
Ortsnetz von Berlin- Mitte nach Kreuzberg wochentagsüber 48
Pfennig. Ein Ergebnis des Bötschen
Ortsnetzreservats. Das scheint auch
Bundeswirtschaftsminister Müller nicht entgangen zu sein. In einem
gestern im Internet publizierten
Eckpunktepapier zur
TK-Politik denkt er nun über Änderungen bei der Regulierung
nach.
[mehr]
[Eckpunktepapier des
Bundeswirtschaftsministeriums]
LISSABON 24.3.2000 (ir/t-off).
Europas Staats- und Regierungschefs wollen jetzt dafür sorgen,
daß der Internet-Zugang in der EU erleichtert und
stark verbilligt wird. Das vereinbarten heute die 15
EU-Länderchefs in Lissabon auf dem Sondergipfel der
Europäischen Union zur
Beschäftigung. Sie versprechen sich davon ein Wachstum der Wirtschaft
mit mehr Beschäftigung. Um den enormen Rückstand zu den USA bei
der Entwicklung zur Wissensgesellschaft durch die Kommunikationstechnik
aufzuholen, können sie sich sogar kostenlose Internet-
Anschlüsse vorstellen.
[mehr]
So weit müsse gar nicht gegangen werden, um auch in Europa die
Job-Maschine Internet anzuwerfen, wird von Marktbeobachtern moniert. Es
reiche zunächst, alle telefonischen Datenverbindungen zum Internet
wie in den USA und demnächst in
Großbritannien
unmetered (also ohne zeitabhängige Berechnung) zu
gestalten. Und mit konsequenter Einführung bezahlbarer monatlicher
Pauschalpreise (Flat-rates) durch die Deutsche Telekom für
alle nicht nur für Kunden von T-Online werde auch
in Deutschland das Internet und die Internet-Wirtschaft durchstarten.
[Romano Prodi: Europa ans Internet!]
[Zur Internet-Offensive der EU]
25.3.2000 (t-off). Die EU-Regierungschefs haben verstanden
wenn auch spät, daß sich mit der Förderung des Internets
Arbeitslosigkeit bekämpfen läßt. Das ist zu
begrüßen. Allerdings liegt die Tücke im Detail der
Umsetzung der wohlklingenden Absichten in konkrete Schritte. Denn
dafür sind die einzelnen EU-Mitgliedstaaten zuständig. Diese
müssen nun durch energischere Deregulation (Stichwort: Ortsnetz-
Wettbewerb) für so niedrige Preise bei der Internet- Nutzung sorgen,
daß die digitale Revolution ein Selbstläufer wird.
[30 Mark sind genug!]
BERLIN 15.3.2000 (t-off). Der
Deregulierer überlegt inzwischen, ob ab 2001 die bisherige
entfernungsabhängige
Interconnection-
Tarifstruktur aufgegeben werden soll. Stattdessen soll bei den
Zusammenschaltungstarifen die Anzahl und die Art der jeweils bei einer
Verbindung genutzten Netzelemente berücksichtigt werden. Von der
Planung einer unmetered Tarifstruktur für den
Datenverkehr ist aber noch keine Rede.
[mehr]
In Großbritannien ist hingegen der unmetered
Internet-Zugang durchgesetzt, nachdem
AltaVista,
British Telecom,
Freeserve,
NTL und
Telewest entsprechende Angebote
angekündigt haben.
In den USA hat AT&T jetzt eine
Flat-rate für die drahtlose Übertragung von Daten auf Handys
eingeführt. Für rund 30 (bzw. 40) DM pro Monat kann damit
unbegrenzt vom Handy auf Infos aus dem Internet zugegriffen werden.
[mehr]
Die d-Box bekommt Konkurrenz. Die japanische Matsushita (Panasonic) hat
mit der kalifornischen Firma OpenTV
vereinbart, daß die OpenTV- Software für SetTop- Boxen um den
MHP- Standard erweitert wird. MHP [Multimedia Home Platform] ist eine
Industrie- Norm für das interaktive Digital-Fernsehen, die sich der
Programmiersprache Java bedient.
[mehr]
LONDON 8.3.2000 (wos/t-off).
Nur drei Monate nach der ersten Ankündigung
[t-off berichtete] senkt
British Telecom (BT) bereits ihre
Optionstarife "BT SurfTime" für die telefonische Internet-Einwahl
noch vor der Einführung zum 1. Juni. Die volle Flat-rate wird
für Privatkunden nun 29,25 £ (rund 95 DM) pro Monat kosten. Damit
sind neben der Grundgebühr für den Telefon- anschluß
alle telefonischen Verbindungen zu beliebigen Internet- Providern
(ISP), die über die (britische) Vorwahl 0844 hergestellt werden,
abgegolten. Auch alle Provider- Gebühren für die
Internet-Nutzung sind in den Preisen von BT enthalten, sofern "BT Internet"
als ISP gewählt wird. Für die Nutzung anderer Internet-Provider
will BT die genauen Konditionen demnächst bekanntgeben.
[mehr]
Mit der Senkung ihrer SurfTime-Preise reagiert BT einerseits auf den
unnachgiebigen Druck der britischen
Regierung, der Bevölkerung einen ungetakteten Internet-Zugang zu
Pauschaltarifen zu ermöglichen, die nicht teurer als in Nordamerika
sein sollen. Zum anderen ist die BT-Preissenkung auch eine Reaktion auf
Wettbewerbsdruck durch die TV-Kabelnetzbetreiber
NTL und
Telewest. Während Telewest
ihren Ortsnetzkunden schon seit Mitte Februar einen ungetakteten
Internet- Zugang offeriert,
hat gestern die Kabel- und Telefongesellschaft NTL freien Internet-
Zugang für ihre Telefon- Kunden ab April angekündigt. Die
Grundgebühr für den NTL- Telefonanschluß beträgt
monatlich nur 9,25 £ (rund 30 DM).
[mehr]
[AltaVista bringt Briten gratis ins
Internet]
9.3.2000 (t-off). Überträgt man den BT-Preis auf die
deutsche Situation, dann würde sich bei Berücksichtigung einer
Telekom- Grundgebühr von 24,82 DM (Analoganschluß) eine nackte
Flat-rate (Telefonverbindungsentgelte + ISP-Kosten) von rund 70 DM pro
Monat ergeben. Die Deutsche Telekom hat unlängst eine
Full Flat-rate von unter 100
DM angekündigt.
AOL UK hat heute die BT-Pläne massiv kritisiert.
[mehr]
PHOENIX 2.3.2000 (cyf/t-off).
Während in Deutschland bei der künftigen Nutzung des Internets
übers TV-Kabelnetz das Monopol der
d-Box von Telekoms Gnaden droht, erfreuen sich in den USA und Kanada
bereits über 2 Millionen Kabelhaushalte am unkomplizierten
HighSpeed- Internet via Breitbandkabel zu bezahlbaren
Pauschaltarifen. In Nordamerika
wird dafür keine teure SetTop-Box à la
d-Box verwendet, sondern die viel
preiswerteren Kabelmodems. Derzeit kommen in Nordamerika jeden Tag rund
5.000 neue Kabelmodem- Kunden hinzu.
[mehr]
LONDON 27.2.2000 (exp/t-off).
British Telecom (BT) packt jetzt den Stier
bei den Hörnern. Innerhalb eines Jahres will es das Telefonieren in
den Ortsnetzen durch Einführen einer kleinen Monatspauschale drastisch
verbilligen. Mit dieser flat fee für alle sind eine
unbegrenzte Anzahl von Ortsgesprächen sowie Einwahlen bei beliebigen
Internet-Anbietern möglich. Das berichtet heute exklusiv der Londoner
"Express". Der Zeittakt im
Ortsnetz wird aufgegeben (unmetered local calls).
[mehr]
Der unerwartete Meinungswandel beim Ex- Monopolisten mit den hohen
Ortstarifen bewirkte Druck der
britischen Regierung, durch den der Kurs der BT-Aktie stark absackte.
BT- Manager befürchteten bereits eine feindliche
Übernahme [Ed: durch die
Deutsche Telekom]. Den Gewinnausfall bei den Ortsgesprächen will BT
durch den zu erwartenden Zuwachs bei Internet- Nutzern ausgleichen.
MÜNCHEN 24.2.2000 (tot/t-off).
Die Tinte unter dem Vertrag zur Aufrüstung der Internet- Backbones
der Deutschen Telekom mit
Lucent Technologies war noch nicht
trocken, da verkündete KPNQwest: Wir sind schon fertig! Während
die Telekom ihre echten
Rennstrecken zunächst nur mit
einer Bandbreite von bis zu 30 Gigabit/s ausbauen will, kann
KPNQwest beim "German Ring" schon
heute mit 400 Gigabit/s und mehr aufwarten.
Der 2.700 km lange "German Ring" ist Teil von KPNQwests "Euro Ring". Der
Bau des deutschen Glasfaser- Rings wurde jetzt vollendet. Er verbindet in
redundanter Technik die Städte Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf,
Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Leipzig,
Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Strasbourg.
Der Ring besteht aus bis zu 120 Glasfasern. Jede Faser kann 400 Gigabit/s
übertragen. Die Gesamtkapazität beträgt mehr als 30
Terabit. Die deutsche Zentrale des KPNQwest- Backbones befindet sich in
München. Hier werden auch die Server fürs Web- Hosting
installiert.
[more]
[Zur Inbetriebnahme]
[Telekom will Datennetze für
Internet-Zugang ausbauen]
4.3.2000 (t-off). Vielleicht gehört ja der komfortable "German
Ring" schon demnächst der Deutschen Telekom. Denn nach Informationen
des "Wall Street Journal" (WSJ) bemüht sich derzeit der Rosa- Riese um
den Kauf der Mutter Qwest.
Diese wollte eigentlich mit US West
fusionieren. US West droht jetzt mit rechtlichen Schritten, wenn Qwest
den geplanten Zusammenschluß platzen lassen sollte. Das wäre
aber vom Tisch, kaufte die Telekom beide im Doppelpack. Schon einmal hatte
die Telekom
mit US West geflirtet.
9.3.2000 (t-off). Das WSJ
berichtet heute, daß die Deutsche Telekom in Denver separate
Kaufangebote für Qwest und
US West gemacht hat.
Zusammen wurden mehr als 100 Mrd. $ (203 Mrd. DM) geboten.
[mehr]
MÜNCHEN 21.2.2000 (tom/t-off).
Nach einem Umzug läßt die
Deutsche Telekom Kunden Monate auf Telefonrechnungen warten. Und das
kann teuer werden, wenn sich die Beträge monatelang aufsummieren.
Ursache dafür sei untaugliche Software, berichtet heute
der FOCUS (Seite 330).
Über Jahre habe die Telekom Computer- Programme unterschiedlicher
Hersteller zusammengekauft, so daß Vertrieb und Rechnungswesen des
Rosa-Riesen Kunden- und Rechnungsdaten mit verschiedenen kaum
kompatiblen Programmen bearbeiten.
[mehr]
Bereits im Februar 1996 forderte der Verband der Postbenutzer
(heute DVPT)
eine Klärung der
Zuverlässigkeit der Telekom- Abrechnungssysteme. Im Januar 1999
mahnte auch das ZDF- Magazin "FRONTAL" wegen vieler falscher Rechnungen
Überprüfungen des Telekom-
Rechnungswesens an. Angesichts eines solchen Software- Chaos sei es
kein Wunder, daß die Telekom die Eichbehörden nicht an
sich ranlassen will, weiß man bei der Initiative "Verbraucher
gegen Fehler in der Telekommunikation"
(VIFT).
[12.01.1999:
Was hat die Telekom zu verbergen?]
DÜSSELDORF 18.2.2000 (pa/t-off).
Der Düsseldorfer Discounter "01051-
Telecom" senkt heute zu seinem 1. Geburtstag den Preis für
Inlandsferngespräche auf 8 Pf/Min. Damit wird zur Hauptzeit
(MoFr, 917 Uhr) erstmals beim
Echten Call-by-call das
Telekom-Preisniveau von Ortsgesprächen erreicht. Denn die Deutsche
Telekom verlangt dank
Bötscher Vorsorge
beim Tarif City MoFr von
918 Uhr auch im Jahr 2000 weiterhin 12 Pfennig je angefangenen 90
Sekunden, was auf Minutenpreis umgerechnet im Mittel (bei längeren
Telefonaten) 8 Pf/Min entspricht. Erst bei Zahlung einer um 9,90 DM
höheren Grundgebühr werden 6 Pf/Min fällig (Optionstarif
AktivPlus).
Interoute (01066) ist sogar in der
Lage, von MoFr von 1718 Uhr mit 7,8 Pf/Min bei den
deutschlandweiten Telefonaten den Telekom- Ortsnetzpreis zu unterbieten.
Über die Netze von Talkline
(01050) kann schon seit einiger Zeit von 57 Uhr (MoSo) für
3,9 Pf/Min günstiger in die Ferne als am Ort telefoniert werden (4,8
Pf/Min). Mit den 3,9 Pf/Min hat jetzt
GTS (01040) gleichgezogen.
[The Economist 1995: The Death Of
Distance]
BERLIN 17.2.2000 (t-off). Die
Deutsche Telekom dürfe nicht
kaputt dereguliert
werden, trug gestern Bundeswirtschaftsminister Müller im Politischen
Club der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin vor. Dem Bund fielen als
Mehrheitseigner deshalb Sorgfaltspflichten zu.
[mehr]
[Grund]
In London kam gestern die britische Regierung ihren Sorgfaltspflichten
gegenüber der Volkswirtschaft des Vereinigten Königreichs nach.
Sie erhöhte den Druck auf die British
Telecom (BT), die Kosten des Internet-Zugangs schneller
abzusenken.
[mehr]
Von Enteignung war jetzt
keine Rede mehr. Am Dienstag [15.2.] verlor die Telekom auch im
Hauptsacheverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Münster ihre
Klage wegen der Entbündelung der
letzten Meile zum
Kunden. Die Anordnung des Bundepostministeriums
von 1997, daß
die Telekom ihren Wettbewerbern die Telefon- Kupferdrähte zwischen
Vermittlungsstelle und Kunden vermieten muß, ist rechtens.
[mehr]
Am Montag [14.2.] hatte AOL
Europe in ganzseitigen
Zeitungsinseraten dafür plädiert, daß sich
Monopolstrukturen der Telekom nicht im Internet-Markt
fortpflanzen dürfen. Das mißfiel Telekom-Chef Ron Sommer sehr.
[mehr]
BERLIN 11.2.2000 (pep/t-off).
Nach 50 Monaten (seit Dezember 1995)
Tiefschlaf in Sachen Internet- Telefontarif ist BigT doch noch aufgewacht.
Telekom-Chef Ron Sommer kündigte heute in Berlin im Rahmen der Offensive
"Deutschland geht online" auch
eine Full Flat- rate für weniger als 100 DM pro Monat an.
Dieser Pauschaltarif soll bis Juni 2000 eingeführt werden und
beinhaltet alle Telefon- und Online- Entgelte. Enttäuschend für
die deutsche Internet- Gemeinde ist aber, daß dieses Pauschalangebot
nur für Telekoms "T-Online" gilt.
[mehr]
[Kommentar]
Telekom-Kenner weisen daraufhin, daß es der Ex- Monopolist bei der
Digitalisierung der Ortsämter (Vermittlungsknoten) nicht geschafft
habe, Datentelefonate zum Internet konsequent vor der eigentlichen
Vermittlungstechnik abzufangen und auf die Datennetze nach den Internet-
Protokollen umzuleiten. Und so müssen noch immer solche
Datenverbindungen über die ganze Sprach- vermittlungstechnik
geführt werden, wo von Seiten der Telekom bei allgemeiner
Einführung eines Internet Telefon- Pauschaltarifs eine
Überlastung mit Netzblockaden durch Dauernutzung befürchtet werde.
[mehr]
[Pressemitteilung der Deutschen Telekom AG]
Wer aber sogar wie die Telekom immer wieder für sich reklamiert, das
modernste Telefonnetz der Welt überhaupt zu haben,
muß sich im Jahr 3 der Liberalisierung des Telefonmarkts die Frage
gefallen lassen: Warum ist es dann nicht wie anderenorts möglich, eine
generelle Flat-rate für telefonische Datenverbindungen zu Internet-
Providern anzubieten? Was im Jahr 2000 in Ländern wie USA, Kanada,
Neuseeland und Japan zum Nutzen der gesamten Volkswirtschaft funktioniert,
sollte auch hierzulande klappen. Oder sollte das etwa mit dem besten
Telefonnetz gar nicht stimmen?
[mehr]
[Flat-rate der Telekom: Alles nur ein Marketing-Gag?]
TOKIO 10.2.2000 (wos/t-off).
Japans Telekom die NTT
hat gestern eine Preissenkung der 1999
eingeführten Flat-rate für Telefon- Verbindungen zum Internet
angekündigt. Ab Mai wird diese
nur noch rund 72 DM (4000 Yen) kosten, für Nutzer in der Nähe von
NTT- Einwählknoten sogar nur rund 36 DM (2000 Yen) pro Monat. Auch in
Japan hatte es angesichts versäumter Internet- Chancen
massive Kritik am Preisgebaren des Ex- Monopolisten gegeben.
[mehr]
[noch mehr]
NORDERSTEDT 7.2.2000 (ref/t-off).
Vor dem in Klausur in Norderstedt bei
Hamburg tagenden SPD-Präsidium soll Telekom-Chef Ron Sommer am
Wochenende eine Flat-rate für den Internet- Zugang zugesagt
haben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer morgigen
Ausgabe.
[mehr]
Marktbeobachter bezweifeln aber, ob das bereits ein unmetered
Internet- Telefontarif für alle sein wird. Es wird vermutet,
daß die Telekom einen Pauschaltarif nur für ihren Online- Dienst
"T-Online" einführen
dürfte. Auch ISDN-Kunden könnten wohl mit neuen Internet-
Vergünstigungen rechnen, zahlen sie doch bereits reichlich
Grundgebühr. Am Freitag [11.2.2000] sollen die neuen Tarifpläne
im Beisein von Bundeskanzler Schröder in Berlin vorgestellt werden,
berichtet heute PHOENIX.
[mehr]
MÜNCHEN 2.2.2000 (wop/t-off). Durch die Hintertür
wollen Deutsche Telekom und
Leo Kirch doch noch das
proprietäre d-Box-System
als Standard- Decoder (SetTop- Box) fürs Digital-TV und
fürs Internet via TV-Kabel durchsetzen und damit ein
Monopol installieren. Dazu planen sie nach einem
Bericht der
"Süddeutschen Zeitung" von heute eine Allianz für das Kabel-TV
und das Internet. Mit mehr als 500 Mio. DM will die Telekom bei der
Kirch- Tochter Beta Research die Mehrheit übernehmen. Beta Research
entwickelte die d-Box bislang ohne offene Schnittstellen (common
interface), wie sie für den freien Zugang aller Sender zum Digital-TV
notwendig wäre.
[mehr]
[SZ-Kommentar]
[noch mehr]
[24.07.1996:
Kein Geld für digitales TV]
5.2.2000 (t-off). Die "Süddeutsche Zeitung" gibt heute
einen Hinweis, daß Alt-
Kanzler Kohl 1995 bei der Telekom zugunsten der Nutzung von Kirchs d-Box
interveniert haben soll. Denn die Telekom sei damals fest
enstschlossen gewesen, Bertelsmanns MediaBox für das digitale
Fernsehen via TV-Kabel einzusetzen. Und schon 1996
begräbt Bertelsmann die
Pläne für die MediaBox und das Digital-TV.
[mehr]
Anders als in Nordamerika und europäischen
Nachbarländern wie
Dänemark,
Frankreich,
Großbritannien,
Niederlande,
Österreich,
Schweden und die
Schweiz
will die Deutsche Telekom zudem den Internet- Zugang via TV-Kabel also nur
über eine proprietäre digitale SetTop- Box ermöglichen.
Nutzer von Computern mit Kabelmodems sind da offensichtlich
unerwünscht und sollen außen vor bleiben. Könnten diese
doch durch Vielnutzung und Einsatz von eigener, universeller Client-
Software das Geschäft verderben. Und so hofft TeleKirch, die
bisher weltweit nur wenig erfolgreiche
d-Box, doch noch zwangsweise
durch diese Hintertür auch für den Empfang des digitalen
Fernsehens via Antenne etablieren zu können.
[12.2.2000: Telekom steigt bei Beta
Research ein]
WIEN 1.2.2000 (wos/t-off).
Die Telekom Austria (TA) wird vorerst
ihr im November eingeführtes Angebot eines Internet-Zugangs zum
Pauschalpreis (Flat-rate "A-Online Complete") [t-off
berichtete] nicht weiter verkaufen. Es
sei ausverkauft, heißt es. Der Kundenansturm war so
groß, daß bislang 30.000 solcher ISDN- Zugangspakete verkauft
wurden. Aber wegen ungenügender Vorbereitung (u. a. nur 36 TA-
Einwahlknoten) sowie häufiger Dauernutzung kam es österreichweit
zu Störungen
und Blockaden im Telefonnetz.
[mehr]
[t-off Kommentar]
BONN 27.1.2000 (jan/t-off). Der Bonner Watchdog des
deutschen Telekom-Markts die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP)
stellte gestern den
Jahresbericht 1999 vor. Darin gibt der Regulierer u. a. die
Internet- Verweildauer deutscher Privat- Nutzer mit im Mittel bis
zu 10 Stunden pro Monat an (Seite 17). Von Marktbeobachtern wird
dieser Wert als zu hoch angezweifelt. Hatte doch MMXI Europe (Joint-
venture von Media Metrix + Ipsos + GfK) für November 1999 nur 5,6
Stunden ermittelt, wie
CBS- MarketWatch am 4. Januar
meldete. Und im Oktober 1999 waren es auch nur 4,9 Stunden. Wie es nun
bis zum Jahresende zur wundersamen Nutzungssteigerung um fast 100 % kommen
konnte, bleibt unklar.
[RegTP:
Jahresbericht 1999]
[RegTP:
Abbildungen (Folien) dazu]
[Übersicht:
Mittlere Verweildauer im Internet]
WASHINGTON/BERLIN 23.1.2000 (cet/wop/t-off). In den USA
sollen auf Regierungs- kosten bis zu 9 Millionen arme Familien mit Computer
und Internet- Zugang versorgt werden. Diesen Plan wird Präsident
Clinton in seiner Rede an die Nation in der kommenden Woche
ankündigen. Der Zugang zum Internet solle so normal und verbreitet
sein wie ein Telefon- Anschluß, heißt es aus Regierungskreisen
in Washington. Es sei ein nationales Ziel, allen Amerikanern Zugang zum
Weltwissensnetz zu schaffen und das nicht nur in Schulen und
Bibliotheken, sondern auch zu Hause.
[mehr]
Solche sozialen Ambitionen hat die deutsche Regierung in Berlin nicht.
Während zudem in den USA keine
zusätzlichen Kosten für die Telefon- Verbindungen zum Internet
anfallen (Flat- rates für Telefon-
Anschlüsse), gibt es in Deutschland seit der
Postreform ein Problem: Dank der wenig
mit Internet- Durch- und Weitblick ausgestatteten
Großen TK-Koalition von 1995
werden hierzulande telefonische Verbindungen zum Internet also reine
Datenverbindungen auch im Jahr 2000 zeitgetaktet zum
teuren Ortsgesprächstarif
berechnet. Und eine nachhaltige Korrektur dieser
falschen TK-Politik ist
noch immer nicht in Sicht, obwohl Experten auf den durch die
"Tarifreform 1996" entstandenen
volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe hinweisen. Denn die
Bundesregierung hat erst im Dezember
und am Donnerstag [20.1.2000]
im Bundestag auf Fragen der Opposition
erkennen lassen, daß sie anders als
in Großbritannien auch im Rahmen
ihres Programms "Internet für alle"
nicht einmal eine Telefon- Flat-rate für Internet-Nutzer anstrebt.
[mehr]
[Grüne:
Resolution zu "Neuen Medien"]
Hintergrund:
Der Kardinalfehler, im TKG von 1996
nur die Sprach- telefonie neu zu regulieren, nicht aber die
(digitalen) Datenverbindungen via Telefon, wurde noch immer nicht
eingestanden. Die Fiktion, daß Verbindungen per Modem
Sprachtelefonie sind, muß schleunigst aufgegeben werden. Das
TKG
muß entsprechend nachgebessert werden (Universaldienst!),
soll die deutsche (Volks-)Wirtschaft nicht nachhaltig beschädigt
werden falls sie es nicht schon ist. Aber erst wenn die Opposition
in Aufarbeitung ihrer Altlast
einen Novellierungsentwurf im Bundestag einbringen wird, dürfte
wohl die Bundesregierung aufwachen. Oder soll Deutschland 2003 nur noch
Brosamen im Internet aufsammeln?
[Protokoll der Bundestagsdebatte vom 20.1.2000]
Initiative Internet ohne Taktung (IOT):
BERLIN 16.1.2000 (pep/t-off).
Der Präsident der Bonner
Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter
Scheurle, kritisiert heute in "Bild am Sonntag" den von den Telcos
eingerichteten Tarifdschungel bei den Handys. Beim Verbraucher müsse
sich angesichts der Preis-Undurchsichtigkeit der Verdacht einstellen,
das sei so gewollt, um Tarif- Fallen zu verschleiern.
[mehr]
Auch im Festnetz gibt es noch immer viel Kritik. So kann
Mannesmann
Arcor im Berliner Ortsnetz- wettbewerb kurzfristig keinen ISDN-
Anschluß liefern obwohl versprochen. Und der Kunde wird
immer wieder vertröstet. Aber auch die
Telekom treibt ihre Kunden zu
häufig zur Weißglut. Ständig gebe es Ärger mit
der Auskunft, bei neuen Anschlüssen, bei Störungen und bei den
Rechnungen, berichtet diese Woche der "Berliner Kurier".
[mehr]
[Warten auf BerliKomm]
[Die Rache der Telekom]
[Schon wieder irreführende (Telekom-) Werbung]
NEW YORK 10.1.2000 (cyf/t-off).
Der Y2K- Schock kam doch noch [Ed: für BerTelKirch =
Bertelsmann,
Telekom und
Kirchgruppe]. Heute!
Der weltgrößte Internet- Anbieter
AOL und der
Medienriese Time Warner wollen
sich 2000 per Aktientausch zur "AOL Time Warner" zusammen- schließen.
Der gegenwärtige Börsenwert dieser ersten Medien- und
Kommunikationsgesellschaft (M&K) ist 190 Mrd. $. Die Mega- Fusion der
beiden Global Player wird weltweit nachhaltige Auswirkungen auf die
Verbreitung des Internets und die gesamte Medienindustrie haben. Denn zum
ersten Mal werden alte und neue Medien unter einem Dach vereint sein. Der
neue M&K- Gigant verfügt nicht nur über alle Medieninhalte
vom Buch über die CD bis zum Spielfilm, sondern auch über das
Know-how der Verbreitung via Internet.
[mehr]
[Kommentar:
Breitband-Internet ist angesagt]
[SPIEGEL: Droht die Dominanz im
Internet?]
[DIE ZEIT: Angriff der reichen Wilden]
STOCKHOLM 8.1.2000 (sad/t-off).
Das Jahr 2000 könnte in Europa doch noch zum Jahr der Telefon-
Flat-rates werden. Der European Telecom
Boycott hatte 1999 auf die (volkswirtschaftliche) Notwendigkeit solcher
Pauschaltarife aufmerksam gemacht.
Nachdem Österreich und
Großbritannien Ende 1999
Pauschaltarife für die telefonische Internet- Einwahl ankündigten
[British Telecom,
Telewest], geht man in Schweden
jetzt noch einen Schritt weiter. Bereits ab 1. Februar 2000 soll dort
für einen monatlichen Festpreis (Flat-rate) unbegrenzt im
Inland (inklusive Ortsgespräche und Internet- Einwahl) telefoniert
werden können. Das meldet heute Springers Auslands-Dienst (SAD).
Auch Schwedens Telekom die Telia
stellt sich nicht quer
und wird demnächst zusätzlich echte Flat-rates einführen.
[mehr]
[ECONOMIST 1995: The death of
distance]
BONN 23.12.1999 (wop/t-off).
Auch bei der Neufestlegung der Interconnection-Tarife hat die
Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP) keine Lösung zur
zeit-un-abhängigen Berechnung des Datenverkehrs über
Telefon- Leitungen (Internet-Zugang) gefunden. Dieser wird also in
Deutschland auch ab 2000 wie Gespräche nach der Dauer der Verbindung
berechnet. Selbst der britische Regulierer
OFTEL hat inzwischen erkannt,
daß dieses nicht mehr sachgerecht ist und seine
Phantasie spielen lassen
mit Folgen. Der
Beschluß des Regulierers, der heute in Bonn
veröffentlicht wurde, sieht
eine maßvolle Senkung der Interconnection-Tarife sowie ein Ausweiten
der günstigeren Nebenzeit vor.
[mehr]
Das neue Interconnection-Regime gilt bis zum 31. Januar 2001 und ist
für die Telekom verbindlich. Es bildet die Abrechnungsbasis für
die Durchleitung von Gesprächen anderer Telcos durch das Netz der
Telekom. Die Deutsche Telekom AG war
erneut nicht in der Lage, dem Regulierer glaubwürdige
Kostenunterlagen vorzulegen, weshalb die Behörde zur Festsetzung der
Interconnection- Tarife auf einen internationalen Tarifvergleich
zurückgreifen mußte
wie schon 1997. Bei Auslandsverbindungen
darf BigT künftig die Preise ohne Genehmigungs- zwang durch den
Regulierer selbst festlegen, da sie auf diesem Teilmarkt nicht mehr als
marktbeherrschend angesehen wird.
[mehr]
[RegTP-Pressemitteilung vom
23.12.1999]
BERLIN 18.12.1999 (t-off). Irgendwie müssen
Die Grünen auch das verschlafen
haben: Nach einer US-Studie kann der Online-Handel via Internet zur
erheblichen Entlastung der Umwelt beitragen
[mehr].
Dennoch setzten sie sich bislang nicht dafür ein, daß die
verkorkste Online-Politik der
Bundesregierung endlich aufs volkswirtschaftliche richtige Gleis
(Flat-rates) geschoben wird.
Zumal eine solche wegweisende Internet- Politik auch noch wie ein
großes Konjunkturprogramm für die gesamte Wirtschaft wirkt, was
britische Politik längst
verstanden hat und entsprechend
handelte.
So entbrennt in Großbritannien nun der Kampf um die Kunden per
Flat-rate. Nach British Telecom hat
auch Telewest einen monatlichen
Pauschaltarif für das nächste Jahr angekündigt. Im
Vereinigten Königreich ist damit die Schlacht um die Einführung von
unmetered (zeitlich ungetakteten) Internet gelaufen.
Arne Börnsen
(SPD), der Noch-Vizepräsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation (RegTP),
verläßt vorzeitig zum Jahresende die Behörde. Er will als
Unternehmensberater für Telekommunikation bei der Firma A. T. Kearny
in Düsseldorf Karriere machen. Wird nun der kompetente
Manuel Kiper von den Grünen neuer
RegTP- Vizepräsident?
[mehr]
Unterdessen kritisierte Erwin Huber (CSU) massiv die
trickreiche Hinhaltetaktik der
Deutschen Telekom beim Verkauf des TV-Kabels. Die
Bundesregierung muss der Telekom klare Vorgaben für den Verkauf des
Kabels machen. Sonst wird es nichts mit der Modernisierung des
Wirtschaftsstandortes Deutschland, sagte er im aktuellen
SZ-Interview.
[mehr]
BERLIN 11.12.1999 (mek/t-off).
Nicht nur Insider wissen, daß das Internet in Deutschland erst dann
ein Massenmedium werden kann, wenn für den (Basis-) Zugang
nur noch Kosten in Höhe der
Rundfunkgebühren anfallen
(rund 30 DM pro Monat). In Großbritannien wurde eine solche
Preisentwicklung jetzt eingeleitet. Dennoch fand der
Überraschungscoup British
Telecoms (BT), demnächst günstigere Tarife bis hin zur
monatlichen Flat-rate für Telefon- Verbindungen zum Internet
einzuführen, bislang kein Echo auf den Wirtschaftsseiten
führender deutscher Zeitungen oder in TV- Politmagazinen, obwohl eine
prominente Berichterstattung über diese für die künftige
wirtschaftliche Entwicklung Europas so entscheidenden Fragen dringend
geboten wäre. Auch darauf wies gestern die deutsche Initiative
"Internet ohne Taktung" (IOT) in
einer Pressemitteilung mit
Forderungen an die Politik hin.
[Mach mit: IOT-Unterschriften-Aktion]
[IOT-Pressemitteilung vom 10.12.1999]
LONDON 8.12.1999 (sun/t-off).
Der massive Druck von CUT bis
hin zur Times-Kampagne "Free the Net"
haben einen ersten Erfolg zu verbuchen: British Telecom (BT) will im
Frühjahr 2000 eine Reihe neuer Optionstarife "BT Surftime" für
günstige Telefon- Verbindungen zum Internet einführen.
Offensichtlich will BT damit die
neuen Vorgaben des Regulierers
OFTEL, die gestern
veröffentlicht wurden, unterlaufen. In dem BT- Tarifpaket ist auch
eine echte Flat-rate "Anytime Internet" für 34,99 £ pro Monat (rund
110 DM) zur telefonischen Internet- Einwahl enthalten. Damit sind aber
noch nicht die Gebühren des jeweiligen Internet- Anbieters abgegolten.
[mehr]
[New tariffs allow unmetered Internet
in UK]
9.12.1999 (cha/t-off). Das ist insofern ein Durchbruch, da BT sich
bislang wie die Deutsche Telekom mit Händen und
Füßen gegen die Einführung eines Pauschaltarifs gewehrt
hatte. Immer neue Ausreden wurden da erfunden. Allerdings wird der zu
hohe Preis dazu führen, daß vorerst wohl kein Massenansturm
entstehen wird. Aber immerhin ist nun in Großbritannien die
unmetered Katze aus dem Sack. Und weiterer Druck wird
dafür sorgen, daß es doch noch eine Flat- rate für alle
geben wird.
10.12.1999 (wos/t-off). Der britische Regulierer
OFTEL erwartet nun verstärkten
Wettbewerb von Seiten der britischen Kabelnetzgesellschaften [Ed:
NTL,
Telewest, CWC], die nun auf
die Flat-rate Angebote von British Telecom
reagieren müssen. In all dem Presserummel über die ersten
"unmetered Tarife" von BT wird außerdem übersehen, daß
OFTEL und einige ISPs weitere Maßnahmen vorantreiben. So setzen sich
derzeit einige ISPs aggressiv für ein kapazitätsbasiertes
Interconnection-Regime ein. Dieses werde als Ergänzung zu den bereits
von OFTEL bekanntgebenen Änderungen des Interconnection Schemas
("NTS") den Internet-Providern
ermöglichen, noch viel besser als unter derzeitigen Regelungen
Flat-rate-Tarife anzubieten. Auch bei zeitabhängigen Tarifen, die
weiterhin für Wenignutzer attraktiv seien könnten, sind dann
Preissenkungen wahrscheinlich. Die für Mittel- und Vielnutzer
gedachten Flat-rate-Tarife von BT sind noch deutlich teurer als in den USA.
OFTEL hofft daher, daß der Wettbewerb durch die Kabelnetzbetreiber zu
einem weiteren Preisrutsch führt.
LONDON 7.12.1999 (cut/t-off).
Alle Internet- Anbieter können in Großbritannien ab Januar 2000
selbst frei festlegen, was sie ihren Kunden für die telefonische
Verbindung zum Internet berechnen wollen. An den aktuell geltenden (teuren)
Ortstarif sind sie dann nicht länger gebunden. Das kündigte
heute die britische Regulierungsbehörde
OFTEL in London an.
[mehr]
Der Preis für Internet-Calls setzt sich künftig aus zwei Anteilen
zusammen, einem Startpreis für die Herstellung der Verbindung und einem
separaten niedrigeren Preis für die Aufrechterhaltung der Verbindung.
OFTEL ebnet damit den Weg zu deutlich niedrigeren Preisen des
Internet-Zugangs. Auch monatliche Pauschaltarife (Flat-rates) werden mit
dieser Regulierungsmaßnahme möglich. Unter der neuen Vorwahl 0808
soll dann der Zugang free and unmetered abgewickelt werden
können.
[OFTEL-Pressemitteilung vom
7.12.1999]
[Reaktion von British Telecom]
BONN 3.12.1999 (wop/t-off).
Noch im Oktober forderte Telekom-Chef Ron Sommer auf dem Mannesmann-
Symposium in Berlin: Wir brauchen
keine Regulierung mehr. Zu einem völlig anderen Ergebnis
kommen jetzt unabhängig voneinander die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post und die
deutsche Monopolkommission:
In den Bereichen Telekommunikation und Post könne nicht von einem
freien Wettbewerb gesprochen werden. Es seien weitere regulierende
Eingriffen notwendig, sagte der Präsident der
Regulierungsbehörde, Klaus- Dieter Scheurle. Wir haben noch
keinen funktionierenden Wettbewerb, stellte auch Prof. Wernhard
Möschel von der Monopolkommission fest.
[mehr]
Scheurle legte heute in Bonn seinen ersten
Tätigkeitsbericht für die Jahre 1998/99 vor. Die
Behörde habe sich bewährt und den noch jungen Wettbewerb
gesichert. Aber die Telekom habe immer noch eine marktbeherrschende
Stellung im deutschen Festnetz, vor allem in den Ortsnetzen. Bei
Ferngesprächen habe der Telefonriese zwar 35 % Marktanteil verloren,
aber bei den Umsätze erziele er noch 90 %. Marktbeobachter erwarten
nun für 2000, eine deutliche Senkung des
Mietpreises der Kundenschlußleitung
sowie der Interconnection-
Gebühren "City" mit Einführung einer pauschalen
Verrechnungsmöglichkeit bei der Nutzung der Ortsnetze als
Internet-Zugang.
[Interview mit Prof. Möschel:
Ortsnetz ist der
Schlüssel]
[01.06.2000: Demand for
Voice-over-DSL]
[11.07.2000: Regulierer zu den
Telekom-Koppelgeschäften]
[Kommentar: Monti rügt den
Musterknaben]
[Mangelnder Wettbewerb im Ortsbereich
des Telefonnetzes]
[Schärfere Regulierung im
Ortsnetzbereich]
[Links zum Thema "Ortsnetz"]
[Flat-rate von BT Das Ergebnis
politischen Drucks]
[Der Regenbogen im Kabel]
[Mit Petabit/s durchs i-21]
[Bestes Netz der Welt?]
[05.02.1996:
Die Telekom berechnet jährlich über 40 Mrd. Mark ohne geeichte
Gebührenzähler und überprüfte Computer- Programme]
[18.02.2000: 172. Edition der
Tarif-Matrix] (Textfassung)
[15.10.1998: Preisbildung 1998]
[14.06.1998: Balance verloren]
Ergebnis der Ortsmarkt-Fehlregulierung
3.3.2000 (t-off). Anfang März liegen nun die Preise für
Ferngespräche in Deutschland zu fast allen Zeiten deutlich unter den
Telekom- Ortsgesprächspreisen. Per
Echtem Call-by-call kann bereits
zu 112 Stunden einer Woche quer durch Deutschland günstiger als im
eigenen Ort telefoniert werden. Und so ist es wohl höchste Zeit,
daß die Telekom ihre Ortstarife zumindest auf das marktentwickelte
niedrigere Ferntarifsniveau absenkt für alle.
Denn nicht nur Otto Normal bleibt es unverständlich, für
Ortsgespräche mehr als für Ferngespräche zahlen zu
müssen.
[mehr]
[1. T-Inserat Deutschland geht online]
[2. T-Inserat Deutschland geht online]
Bestes Netz der Welt?
13.2.2000 (khd/t-off). Da haben wir den Salat! Die Telekom will
offensichtlich wegen befürchteter Netzblockaden keine Flat-rate
für alle. Aber bereits 1997 sagte
Brett Haan von der amerikanischen Regulierungsbehörde
FCC: Deutschland hat eines der
besten Telefonnetze der Welt. Dieses könne in kurzer Zeit
genauso wettbewerbsfähig wie das amerikanische Netz werden. Und zum
Wettbewerb in den USA gehören die Flat-rates für jeden,
der sie haben will.
[1997: Effect of Internet use on the US telephone network]
[2000: Telekom will Datennetze für
Internet-Zugang ausbauen]
[02.07.1997:
Telekoms Digital-TV]
[09.08.1997:
Freier Zugang zum Digital-TV]
[17.08.1997:
OpenTV contra closed d-Box]
[12.02.2000:
d-Box Deal mit Telekom perfekt]
Aufgepaßt! BerTelKirch zum Dritten
12.2.2000 (khd/t-off). Die BerTelKirch-Leute haben die
MCI-WorldCom- Botschaft The
winner in the Internet will be the winner in the entire telecommunications
industry! vom November 1998 verstanden. Aufgeschreckt durch die
Mega-Fusion von AOL mit Time Warner
schmieden sie nun befreit vom Ber (ohne Bertelsmann)
als TeleKirch Pläne, die Lage wenigstens hierzulande wieder in
ihrem Sinn in den Griff zu kriegen ein IuK-Oligopol von Leo Kirchs
Gnaden droht. Schon deshalb können solche Breitbandkabel-Pläne
nicht im Interesse von Verbrauchern und deutscher Volkswirtschaft
liegen.
[18.2.2000: Kartellamt hat Bedenken
gegen Telekom/Kirch]
[Links zum Digital-TV]
[CSU:
Bundesregierung bremst Internet-Zugang]
[CSU:
Für Internet ohne Telefon-Gebührenzähler]
[Junge Union Deutschland:
Online-Kosten endlich senken!]
[Levsen-Report:
Telekom-Regulierung 1998]
[Großbritannien:
Internet-Report vom August 1999]
[t-off:
Wer hat schuld an Deutschlands Internet-Misere?]
Um den heißen Brei geredet...
25.1.2000 (khd/t-off). Auch für Deutschland führt kein
Weg am ungetakteten Internet-Zugang
(Telefon Flat-rate für Verbindungen zum jeweiligen Internet- Provider)
vorbei. Wer aber nun hoffte, daß die Bundesregierung im Schnellkurs
von Tony Blair und der britischen
E-Ministerin Patricia Hewitt lernte,
der wurde bei der
Bundestagsdebatte am letzten Donnerstag enttäuscht. Nicht
einmal das Wort Flat-rate (oder Pauschaltarif) kam den
Regierenden über die Lippen.
Rot-Grün hat noch immer nicht den
hausgemachten Kern der deutschen
Internet-Misere erkannt, sonst hätte WiMi Werner Müller nicht
nur beim Verbraucher- und Jugendschutz rechtlichen
Anpassungsbedarf ausgemacht.
[IOT-kommentierte Kurzfassung der Bundestagsdebatte]
[Zu den geplanten Pseudo-Flat-rates der Telekom]
[Zur IOT-Unterschriftenaktion]
[800 Telekom-Mahnungen auf einen Schlag]
[Chaos bei Viag Interkom]
[Telekom an AOL-Europe interessiert?]
[Ron Sommer zur Mega-Fusion]
[TAZ: Schön für Bertelsmann]
[Noch kein echter Wettbewerb bei
Telefon und Post]
[Das Ortsnetz ist der
Schlüssel]
IOT fordert die deutsche Politik auf, auch hierzulande die
Rahmenbedingungen für den TK-Wettbewerb so zu ändern, daß
sich breite Bevölkerungskreise zu bezahlbaren Preisen jederzeit an
der Infogesellschaft des 21. Jahrhunderts beteiligen können.
Internet zum [zeitgetakteten Telekom-] Ortstarif sei viel zu
teuer. Nur mit maßvollen monatlichen Pauschalgebühren
(Flat- rates) werde das Internet für alle erschwinglich.
[BT-Pressemitteilung vom 7.12.1999]
[OFTEL-Pressemitteilung vom
7.12.1999]
[IOT-Pressemitteilung vom 10.12.1999]
[Wie Politik die Ortsnetz-Pfründe sicherte]
[Versäumter
Infrastruktur-Wettbewerb]
[TKG-Novellierung ist angesagt]
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