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BERLIN 20.6.2006 (pep/t-off). Es gibt viele gute Gründe für manche Internet- Nutzer, sich kein DSL-Internet zu holen. Sie wollen sich ganz bewußt von irgendwelchen Langfrist- Verträgen (mit TriplePlay und dessen Unwägbarkeiten) fernhalten. Aber auch mit dem klassischen Schmalband- Internet haben diese Hype-Ignoranten reichlich Probleme. Denn ein echter, fairer Wettbewerb findet hier 10 Jahre nach der Liberalisierung noch immer nicht statt. Auf diesem Teilmarkt herrscht so ziemlich Wildwest mit Abzockereien durch allerorts aufgestellte Tarif- Fallen. Der Regulierer interessiert sich kaum dafür [Ed: weshalb wir wohl doch dringend einen EU-Super-Regulierer brauchen]. Und weil es daher so einfach mit dem Geldeinsammeln geht, gibt es in Deutschland heute sehr viele Internet- ‚Service‘- Provider (ISP), die das Internet-by-Call (IbC) für die Modem- Einwahl via Telefon anbieten. IbC ist so etwas wie die Lizenz zum Gelddrucken geworden.
Auch gibt es eine große Vielfalt an Tarifen von fairen deutlich unter 1 Cent/Minute bis zur Abzockerei mit 6 Cent und mehr pro Minute, wie Tarif- Datenbanken wie Teltarif.de ausweisen. Man sollte daher meinen, es sei im Jahre 2006 kein Problem, sich jederzeit ins Internet einzuwählen. Das war bislang auch so, Aber seit Anfang Juni 2006 gibt es offensichtlich bei manchen ISPs Engpässe. Tagelang gelingt bei verschiedenen ISPs keine Einwahl mehr per IbC auch beim Nutzungsversuch von teureren Tarifen nicht.
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Ein typischer Verlauf Auszug aus der Log-Datei vom 19.6.2006. |
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Mon Jun 19 05:26:00 2006: Dialing 01921237000 Mon Jun 19 05:26:00 2006: CCLWrite: ATDT01921237000\13 Mon Jun 19 05:26:50 2006: CCLMatched: CONNECT Mon Jun 19 05:26:50 2006: CCLMatched: 45333 Mon Jun 19 05:26:50 2006: CCLMatched: \10 Mon Jun 19 05:26:53 2006: Serial connection established. Mon Jun 19 05:26:53 2006: using link 0 Mon Jun 19 05:26:53 2006: Using interface ppp0 Mon Jun 19 05:26:53 2006: Connect: ppp0 <--> /dev/cu.modem Mon Jun 19 05:26:54 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:26:57 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:00 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:03 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:06 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:09 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:12 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:15 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:18 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:21 2006: sent [LCP ConfReq id=0x1 <asyncmap 0x0> <magic 0x3ead9230> <pcomp> <accomp>] Mon Jun 19 05:27:24 2006: LCP: timeout sending Config-Requests Mon Jun 19 05:27:24 2006: Connection terminated. Mon Jun 19 05:27:24 2006: CCLWrite: +++ Mon Jun 19 05:27:27 2006: CCLWrite: ATH\13 Mon Jun 19 05:27:27 2006: CCLMatched: OK\13\10 Mon Jun 19 05:27:29 2006: CCLWrite: AT&F\13 Mon Jun 19 05:27:29 2006: CCLMatched: OK\13\10 Mon Jun 19 05:27:29 2006: Serial link disconnected.Und wieder ist ein Einwahlversuch fehlgeschlagen! (Hier war es bei Congster). |
Überlastet aber kein Besetzt
Das sind alles Anzeichen für eine völlige Überlastung der Anbieter von Internet. Dennoch
liefern diese ISPs kein Besetztzeichen, was in einem solchen Fall angesagt wäre. Und deshalb
muß der Nutzer für diese Fehlversuche bezahlen. Denn die ISPs haben es bislang noch immer nicht
hingekriegt, die Zeitmessung erst mit dem Beginn einer erfolgreichen Verbindung zum Internet zu starten.
Auch das neue TKG sieht eine Verpflichtung dazu nicht vor. Kein
Wunder, denn unsere Volksvertreter und die Regierung surfen heute breitbandig und kennen solche
Schmalband- Probleme des verarmten Plebs garnicht...
Sperrt Telekom ISPs aus?
Beim Ausprobieren diverser ISP wurde dann außerdem noch höchst Merkwürdiges festgestellt.
So ertönt bei einigen IbC- Einwahlnummern die (Telekom-) Ansage: Dieser Anschluß ist
vorrübergehend nicht erreichbar. Bitte rufen Sie später wieder an. Von wegen
vorrübergehend, die Ansage war auch viele Tage später noch immer aufgeschaltet.
Hier könnte man sich sogar einen Wettbewerbskrieg mit dem betroffenen ISP vorstellen. Vielleicht
hat der ISP aber auch seine Mietgebühren nicht rechtzeitig an die Telekom bezahlt. Beobachtet wurde
diese ISP-Aussperre bislang bei folgenden Nummern: 0192 31750, 0192 31785, 0192 82027,
0192 86010, 0192 86011, 0192 86012, 0192 86013, 0192 86014, 0192 86015,
0192 86020. Das sind alles Einwahlen aus dem Umfeld der
Freenet.de. Was wird hier von wem tatsächlich gespielt? Oder ‚spinnt‘ vor Ort die
192er-Gasse bei der Telekom...
Teuflische Abzockerei
Die Nummer 0192 82027 fiel dabei noch aus einem anderen Grund auf. Vom 2. bis 13. Juni veranstaltete
damit der ISP Surf666 der Creatos GmbH & Co. KG (Greven) mit
ihrem Diabolo-Tarif eine teuflische
Aktion zum Preis von 0,13 Cent/Minute rund um die Uhr im Sekundentakt. Aber ab 14. Juni kostete es dann
bis auf 2 Stunden am Vormittag beachtliche 3,99 Cent/Minute. Die Mitteilung über die
drastische Teuerung wurde aber geschickt auf einer
hinteren Webseite versteckt, vorne auf der Homepage hieß es aber immer noch 0,13
Cent/MInute. Diese Leute haben auch Tarife mit 6,66 Cent/Minute im Angebot, was stolze 7,82 DM/Stunde (4
Euro/h) sind. Das sind Mondpreise auf Monopol-Niveau. Noch nicht einmal die Deutsche Telekom hatte bei
der umstrittenen Tarif- ‚Reform‘ von 1996 solche
Stundenpreise im Ortsnetz verlangt [Ed: es waren damals ‚nur‘ 4,80 DM/h
(= 2,45 Euro/h = 4,1 Cent/Minute) und was haben wir uns ab 1995
darüber aufgeregt...].
Was ist da wirklich los?
Sind diese IbC-Engpässe nur eine subtile Promotion- Aktion zu Gewinnung neuer DSL- Kunden? Oder
nutzen jetzt während der Fußball- Weltmeisterschaft viele Gäste und Fußball- Fans
das Internet-by-Call so intensiv, daß in einem HighTech- Land die Infrastruktur bei gewissen ISPs
nicht mehr ausreicht? Oder mußte ein Provider wie Congster Kapazität an den
Fußball- IP-Pool von T-Systems und Avaya abgeben?
Fragen über Fragen, auf die in den letzten beiden Wochen keine Antworten zu finden waren. Wir
werden sehen, ob’s nach der WM wieder besser wird. Nur eines wissen wir jetzt ganz sicher, eine
aufklärende Tarifansage bei der Internet- Einwahl ist sehr wohl möglich.
20.7.2006 (khd). Es hatte wohl tatsächlich etwas mit der Fußball-WM zu tun. Denn
nach dem 10. Juli war das Internet per Telefon-Einwahl wieder leichter erreichbar, zumal wenn man die
Geschwindigkeits- Ansprüche auf V.34 zurückschraubte. Aber vielleicht waren die im Juni
beobachteten Unzulänglichkeiten auch alles nur Zufälle. Es wird Zeit, daß die
monatliche Miete für einen ADSL-Anschluß deutlich billiger wird...
Siehe auch bei Teltarif.de: [Ratgeber
Schmalband-Kostenfallen]
Hierzulande werden die scharfen Fußball- Fernsehbilder nur vom PayTV-Anbieter
Premiere via Satellit (ASTRA auf 19,2° Ost) angeboten. Aber das
kostet neben dem Abo extra und hat auch sonst noch seine technischen Tücken. ARD und ZDF werden schon
gewußt haben, warum sie sich diesmal noch nicht am HDTV- Abenteuer beteiligen.
Es bedarf schon sehr harter fast ingenieurmäßiger Arbeit, um eine solche
Premiere-HDTV-Empfangsanlage in Funktion zu setzen. An sich ist die Sache simpel: Der geeignete
HD-Sat-Receiver
(Humax HDCI-2000 oder Pace DS-810, Philips
DSR-9005 und Kathrein UFS-901 gibt’s noch immer nicht) wird mit einem digitalen
HDMI- Kabel mit einem guten
HD-ready-
Fernsehgerät verbunden und die Kanäle entsprechend eingerichtet. Die Receiver
müssen das DVB-S2 sowie
das Videokompressionsverfahren
H.264/AVC (MPEG-4) beherrschen. Soweit die Theorie. Denn die Erfinder dieser digitalen
Verbindungstechnik haben sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die ‚ultimative‘
Kopierschutztechnik
HDCP (Content Protection). Und sobald diese
ins Spiel kommt, sind gute Empfangsergebnisse meist nicht kalkulierbar. Allzuhäufig zeigt der
Fernseher kein Bild, mal fehlt der Ton oder das Bild ist arg gestört. Denn die HDCP-Technik ist
mimosenhaft empfindlich, beispielsweise bezüglich der Signallaufzeit übers HDMI-Kabel. Dann
muß meist ein hochwertigeres und kürzeres Kabel (Markenfabrikat) nachgekauft werden.
Plug&Play ist das alles nicht, und die Hotlines sind ratlos oder erzählen dummes Zeug und
spielen dann Schwarzer Peter.
Aber es gibt noch andere Überraschungen: Kommt diesem Industrieschutz- System beim Checken irgend
etwas komisch vor, dann werden eben keine Bilder mehr transportiert der Fernsehschirm bleibt
dunkel. Dazu fragt der HD-Receiver oder DVD-Player anfangs das HD-Display via HDMI oder DVI, ob eine
HDCP- verschlüsselte Übertragung möglich ist. Dafür hat jedes HDCP- Gerät einen
Vorrat von 40 Schlüsseln mit 56-Bit Länge. Bis die beiden Geräte sich über die
Methode einig werden, vergeht etwas Zeit. Antwortet das angefragte HDMI- Display zu spät oder
falsch, so kann es bei diversen Geräte- Kombinationen eben zu Störungen oder Verweigerung der
Bildanzeige kommen, obwohl ‚juristisch‘ nichts gegen den Datentransfer zwischen den legalen
Geräten spricht. Das ist dann wirklich teure ‚Technik vom Allerfeinsten‘.
Mehr zum Thema HDTV:
BERLIN 28.5.2006 (t-off). Indeed, for the British there is nothing to fear from a change
of ownership, per se. Clearly, a cross-border takeover attempt of BT by DT would be a sensitive issue
and face some opposition, with the British tabloid press probably carrying headlines about DT’s
“German Blitzkrieg”.
BERLIN 15.5.2006 (khd). Eigentlich ist der Kampf um den deutschen Fernsehmarkt längst
entbrannt. Das Publikum hat es nur noch nicht so recht bemerkt. Denn der gesamte TV-Kuchen im Wert von
mindestens 12 Mrd. Euro pro Jahr will neu verteilt werden. Und wenn alles so läuft, wie sich das
die Lobbyisten der verschiedenen Lager (vor allem ARD & Co. contra Telekom & Co.) so denken,
sollen die TV-Konsumenten kräftig zur Kasse gebeten werden. Das PayTV (light) könnte auch
hierzulande im großen Stil eingeführt werden. Astra
und Telekom könnten die Vorreiter werden.
Im Berliner Tagesspiegel analysierte Bernd Gäbler (früher beim Grimme- Institut) im
März 2006 den deutschen Fernsehmarkt in 3 Artikeln, die eine Debatte über den richtigen Weg
anstoßen sollten. Aber passiert ist das bislang nicht so recht. Nun ist das auch im
Internet-Zeitalter noch immer so, daß sich Zeitungsartikel recht schnell ‚versenden‘
in den Altpapier- Container. Da nutzt auch das digitale Archiv beim Verlage wenig, denn schon
meist nach nur 1 Monat finden die Internet- Suchmaschinen den Text garnicht mehr. Eine Mauttür
verhindert die permanente Indizierung. Und wieder ist wichtiges Wissen aus dem Blickfeld des
Wissensnetzes verschwunden...
So ist es auch mit diesen wichtigen Analyse-Artikeln. Damit die Debatte aber so richtig starten kann,
wurden jetzt vom khd-research.net alle Artikel in einem 7-seitigen PDF-Dokument
Verteilungskämpfe in deutscher Medienlandschaft
zusammengstellt. Das garantiert außerdem eine Indizierung auf Dauer durch die wichtigsten
Suchmaschinen. Der Diskurs in den UseNET-Foren (Newsgroups) kann beginnen.
Mehr zum Thema TV-Markt:
Das Lernen aus den vielfältigen Dokumentationen machte es aber jetzt zur 600. Ausgabe möglich,
die schon länger geplante Seite
Telcos & ISPs of the
Line (die No-go Areas auf dem TK-Markt) zusammenzustellen und heute in den USA ins Netz zu
stellen. Denn angesichts des Wettbewerbs der Verdrängung agieren einige Telcos und ISPs immer
hektischer und aggresiver zum erheblichen Nachteil der Kunden. Sie arbeiten mit unlauteren Mitteln
mit Abzockerei. Das muß nicht sein, auch wenn ein Markt-Feld nie
‚wirbelfrei‘
sein kann. Solche überflüssigen Telcos müssen jetzt schleunigst die Senken des
(Vektor-) Feldes nutzen...
Anläßlich eines solch besonderen Jubiläums müssen auch einige Zahlen genannt werden.
t-off selbst hat heute einen Umfang von 38 MByte, was sehr viel ist. Denn die
über 500 Webseiten enthalten fast nur strukturierten Text. Ausgedruckt würde das immerhin
um die 5.000 A4-Seiten ergeben. Die müssen aber erst gelesen werden, was ein Nutzer getan hat und
dann feststellte: Aber wenn man sich das t-off Archiv anschaut, dann ist daraus schon eine
einzigartige Materialsammlung zur Entwicklung des TK-Marktes geworden, wie es sie sonst nirgendwo
gibt.
Seit dem im Herbst 2004 erfolgten t-off-Relaunch wurde mit der Einrichtung von verschiedenen
Themen-Listen begonnen, um das umfangreiche Archiv- Material noch
leichter zugänglich zu machen. Denn eine Suche mit Google & Co. muß nicht immer zum
gewünschten Ergebnis führen. Ob die zur 600. Ausgabe in der Header- Leiste neu eingerichtete
Google- Suche in t-off (die AltaVista-Suche versagte ja seit einiger
Zeit) tatsächlich gut funktioniert, muß sich erst noch erweisen.
Mehr zum Thema »t-off«:
FRANKFURT/MAIN 24.4.2006 (t-off/rtr). Offensichtlich waren die bei der
KfW geparkten T-Aktien des Staates so schwer verkäuflich, daß
jetzt von der Staats-Bank ein 192-Millionen-Stück-Aktienpaket im Werte von rund 2,7
Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Blackstone eine
Heuschrecke vom Typ
Private-Equity-Fonds verkauft worden ist. Man habe einen Verkaufspreis für den Bund von
14 Euro/Aktie erzielt, was einem Aufschlag von 2,6 % gegenüber dem Freitags- Schlußkurs
[21.4.2006] entspreche, teilte die KfW heute in Frankfurt am Main mit. Die Aktienzahl entspreche 4,5 %
des gesamten Kapitals der Deutschen Telekom AG.
Damit sinkt der Anteil der KfW am Ex-Monopolisten Telekom auf 17,3 %. Der Bund selbst hält
weiterhin 15,2 % am T-Konzern (BigT). Beide bleiben zusammen die größten Telekom-
Aktionäre. Der Vereinbarung mit Blackstone zufolge muß die KfW ihre weiteren T-Aktien noch
mindestens ein Jahr in Besitz halten. Blackstone habe seinerseits einer zweijährigen Haltedauer
für die von ihr erworbenen Anteile zugestimmt, ergänzte eine KfW-Sprecherin. An der Börse
stieg heute der Kurs der T-Aktie um fast 5 % auf 14,33 Euro.
Mit dem Geschäft setze die KfW ihre Strategie fort, die Investorenbasis bei der Telekom zu
erweitern, heißt es. Die Blackstone-Group (New York)
ist hierzlande bereits u. a. an Celanese (Höchst) und der Kabel Baden-Württemberg beteiligt.
Blackstone- Chef Stephen Schwarzman sagte zum T-Aktienkauf: Wir streben ein langfristiges
Engagement in dem Unternehmen an. [Ed: das hatte auch die Heuschrecke Cerberus im
Vorfeld des GSW-Verkaufs gesagt
später aber
anders gehandelt]. Blackstone war zuletzt im Rahmen einer möglichen Übernahme und
Zerschlagung der schlingernden Vodafone in die Schlagzeilen
geraten.
Der Private-Equity-Fonds werde sich insbesondere im Aufsichtsrat für eine langfristige
Steigerung des Unternehmenswerts einsetzen, heißt es. Im BigT- Aufsichtsrat wird der Fonds einen
Sitz beanspruchen. Branchenkenner werten das als klare Drohung an den T-Vorstand. Sie erwarten,
daß Blackstone durch Aktien- Zukäufe recht schnell einen Anteil von mindestens 25 % erreichen
will. Unkar ist derzeit, wieviel T-Aktien Blackstone bereits auf dem freien Markt eingekauft hat.
[mehr]
Mehr zum Thema Telekom/Blackstone:
BERLIN 20.4.2006 (t-off). Das ist also eine der Errungenschaften des freien
gesetzlosen
Marktes: Ein Schnäppchen-Tarif vom Feinsten für den Internet- Zugang per klassischer Telefon-
Einwahl via Modem. Denn er hat Zeitfenster für die Armen und Zeitfenster für die
Besserverdienenden, so daß alle entsprechend ihrer Kaufkraft Wissen im Netz tanken können.
Oder hoffte etwa dieser ISP in Crailsheim,
daß sich die Kunden in den Tarifen verheddern? So ein bißchen erinnert es, daß es
billiges Internet nur alle 3 Stunden gab, an die schlimmen Zeiten der
West- Berliner
Blockade, wo es Strom auch nur 2 bis 3 Stunden gab.
Und damit das mal klar ist, auch bei den 0,11 Ct/Min verdient der ISP noch gut. Übrigens, der ISP
heißt AltNetSurf GmbH und ist offensichtlich ein Ableger
der 01019-Telefondienste GmbH in Kiel, die wiederum eine Tochter der
Freenet.de AG in Hamburg ist. Wer hätte das gedacht? Aber
das erfährt der Kunde erst aus seiner Telekom- Rechnung oder wenn er mal zufällig ein
nslookup von seinem Computer aus startet. Denn wir leben auch im Zeitalter der großen
Verschleierung allerorten...
BERLIN 2.4.2006 (t-off). Daß die deutsche
Regulierungsbehörde (RegTP bzw. BNetzA) zu dieser Regulierungsverfügung zum Bitstrom-Zugang Jahre benötigte, ist mehr als
peinlich hoch Drei. Und das produzierte auch reichlich Arbeitslose. Die Gründe für dieses
volkswirtschaftlich feindliche Verhalten der BNetzA ist vor allem in einem seit 1994 mißratenen TKG
sowie in der Tatsache zu suchen, daß die Behörde nicht völlig unabhängig ist. Die
Bundesregierung redet quasi als verlängerter Lobbyist der Telekom zu viel herein und
hat zudem auch noch immer nicht verstanden, daß Deutschlands Arbeitsmarkt an einer
eklatanten
Technologie- Lücke krankt. Und dazu gehört auch die Entwicklung des Bitstrom- Zugangs zum
Internet nach rein marktwirtswchaftlichen Kriterien nicht nach fiskalischen oder
ordnungspolitischen Überlegungen , wie das viele Nachbarländer in der EU erfolgreich
vorgemacht haben.
BERLIN 16.3.2006 (khd).
Gemeint sind damit Unternehmen, für die Wirtschafts-Ethik ein Fremdwort ist. Stattdessen reden sie
unter Berufung auf angebliche Gesetze des Marktes, die es garnicht gibt, einer anarchischen
Wirtschaftsordnung, die über Leichen geht, das Wort. Sie werden von Menschen beherrscht,
deren Gier nach Geld ihre Hirne zerfrißt. Soweit Heiner Geißler (CDU) in
seinem berühmten Wutanfall So viel Gier von 2004. Ein (kleines) Beispiel aus dem realen
Leben:
Normal wäre nun wohl gewesen, daß eine Firma, der ein solch’
vermeidbares Mißgeschick passierte, wenigstens auf die Berechnung der
nichterbrachten Leistungen verzichtet. Im Zeitalter der Computer ist das ja kein großes Problem.
Aber diese Unternehmen vom Typ Heuschrecke sind extrem geldgierig. Müssen doch die enormen
Rendite- Erwartungen (bis 25 %/a) der ausländischen Fondsanleger und eines besonders
geldgeilen Firmenchefs befriedigt werden. Für
Kundenorientierung ist da kein Platz. Und so kam Ende Februar mit der Telekom- Rechnung auch die
total ungerechtfertigte Abrechnung für die Internet-by-call- Nutzung via
Freenet.de. [weiter]
BERLIN 6.3.2006 (t-off). Eine Quizfrage dazu: Was passiert eigentlich, wenn ein Kunde
seinen DSL-6000- Anschluß auch wirklich (aus)nutzt? Wird er dann als PowerUser nach dem Vorbild der United- Internet Schwester 1&1 gleich wieder
rausgeschmissen...
BERLIN 4.3.2006 (t-off). Der deutsche Internet-Service-Provider (ISP)
Freenet.de AG (Werbe-Spruch: normal ist das
nicht!) fiel bislang durch günstige und halbwegs stabile Preise auf. Seit
Weihnachten 2005 zweifeln nun aber viele Kunden, ob es sich bei Freenet.de noch um einen richtigen ISP
handelt, der die Dienstleistung Zugang zum weltweiten Internet ernst nimmt und den Kunden ein
wirklich gutes Produkt bietet. Viele Freenet- Abonnenten zahlen jetzt für Leistungen, die sie garnicht
geliefert bekommen.
Zwar bekannte sich Freenet.de vor einem
weiteren Mißgriff noch im Frühjahr
2004 zum offenen Internet, aber durch den Einsatz nagelneuer sozusagen
‚postfrischer‘
IP-Adressen, auf die der Betrieb seit
Weihnachten nach und nach umgestellt wurde, stimmt das nicht mehr. Freenet handelt nun ganz genau nach
ihrem Werbespruch. Denn durch die IP-Adressen aus dem Bereich 89.48.0.0 bis 89.55.255.255, die jeweils
bei der Einwahl dynamisch dem Kunden-PC zugeordnet werden, wurde plötzlich das
Surfen im Internet eingeschränkt.
[weiter]
Mehr zum Thema Freenet.de:
WASHINGTON/HANNOVER 22.2.2006 (t-off/tr/cw).
Das Internet ‚The Net‘ sollte einst das Weltwissensnetz werden. Und es
war bislang dahin dank vieler Helfer auf einem guten Weg, auch wenn manche (Zeitungs-)
Verleger immer wieder der Verbreitung von Wissen massiv Knüppel in den Weg warfen und werfen
(Stichworte: Deep Linking,
Meta-Einträge von "noindex" oder "noarchive", Abweis von Robotern usw.).
Es könnte nun alles noch viel schlimmer kommen. Denn große Telcos und Internet-
Service-Provider (ISP) schicken sich an, ihr ganz ‚eigenes Ding‘ mit/aus dem Internet zu
machen. Im Breitbandzeitalter wollen sie kommerzielle Daumenschrauben weiter anziehen. So soll von
vornherein der User-Zugriff auf manche Internet- Angebote verwehrt werden es sei denn deren
Anbieter zahlen auch an die Netzvermittler (Telcos/ISPs).
[mehr]
Mehr zu diesem Thema:
BERLIN 1.1.2006 (t-off/tsp).
Liebe Regulierer, aufgepasst! So beginnt Bernd Gäbler einen Kommentar in der
Vorweihnachtsausgabe des Berliner Tagesspiegel (23.12.2005) zum Kauf von
Fußball- Übertragungsrechten durch TV-Nonames wie das Konsortium
Arena und der
Deutschen Telekom AG. Damit haben wir nun ein (neues) Problem. Denn
beide haben weder eine Sender-Lizenz noch eine TV-Macher- Erlaubnis nur den festen Willen, mit dem
massenwirksamen Fußball sehr viel Geld zu verdienen. Im Kommentar heißt es weiter (alle
Links wurden hier zugefügt):
Bisher war es nun das Bestreben aller Medienpolitik, hübsch zu trennen zwischen Inhalte-Anbietern
und Infrastrukturbesitzern. Um es verständlich zu machen: Würde etwa Daimler-Chrysler das
bundesdeutsche Autobahnnetz kaufen, ginge dies sicher allenfalls mit strengen Auflagen. Man stelle sich
nur vor, alle Mercedes-Laster würden von der Maut befreit. Das wäre Wettbewerbsverzerrung.
Auch ein Kabelbesitzer kann nicht einfach machen, was er will. Bestimmte Inhalte muss er durchleiten.
Must carry heißt das. Darüber wacht die Medienaufsicht. Für den technologisch
sinnvollen Ausbau zur digitalen Datenautobahn allerdings gibt es zwischen den Strippenziehern und den
Inhalte-Anbietern auf absehbare Zeit keine Einigung, sondern nur zähe Stellungskriege.
In unserer komplex institutionalisierten Gesellschaft nehmen Regulierer und Aufseher aller Art eine
Schlüsselfunktion ein. Das glauben sie jedenfalls. Will
ein Verlag in einer Großstadt zwei Zeitungen unterhalten, muss das geprüft werden und wird
wahrscheinlich untersagt. Will ein großer Verlag eine
TV-Sendergruppe erwerben, beugen sich gleich mehrere Gremien sorgenvoll über so ein Begehr und
wetteifern darin, absurde
Beschlüsse zu fassen. So soll in Zukunft ein gesellschaftlich repräsentatives Gremium
vorstellbar wäre zum Beispiel eins mit Bischof Huber, Arbeitgeber- und
Gewerkschaftsvertretern sowie einem Gesandten des Deutschen Kulturrats das
Springerfernsehen inhaltlich verantworten.
Das wird ein Spaß werden.«
[mehr]
[24.11.2005:
Der BILD-Faktor] (Die Zeit)
BERLIN 10.12.2005 (t-off). Der Autor Peter Smith in London scheint die deutsche Situation
nicht unbedingt gut zu kennen und erst recht nicht die strategischen Hintergründe zu verstehen.
Denn die VDSL- Strategie der
Deutschen Telekom zielt vor allem auf die Abwehr von City-Carriern ab.
Diese Konkurrenten sollen möglichst aus dem aufkommenden
TriplePlay- Wettbewerb herausgehalten
werden.
BONN 2.11.2005 (t-off/info-radio).
In den kommenden 3 Jahren sollen weitere 32.000 Telekom-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz
verlieren. Das teilte heute die Deutsche Telekom AG in Bonn
mit, die bereits seit 1995 rund 120.000 Mitarbeiter freisetzte.
Betroffen vom überraschenden Personalabbau
Dieser Personalabbau sei möglicherweise noch nicht alles. Die
Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Telekom seien stark von
Regulierungsentscheidungen abhängig. Sollte der Aufbau eines
Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzes
(FTTC mit
VDSL) aufgrund von Regulierung
gefährdet sein, werde es einen zusätzlichen Entfall von 5.000 Stellen geben, droht
die Telekom. Zu den noch vorhandenen rund 47.000 ex-Post- Beamten möchte die Telekom,
sobald sich eine neue Bundesregierung gebildet hat, Gespräche über
Vorruhestandsregelungen führen, um diese endgültig loszuwerden. Unabhängige
Marktbeobachter werten diese Telekom- Drohungen als einen massiven Erpressungsversuch der
Politik mit Blick auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen, das TKG im Sinne einer
Bevorteilung der Telekom bei den geplanten Super-Breitband-Anschlüssen zu novellieren.
Der Personalumbau, wie Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke das nennt, werde
angesichts des gewaltigen Umbruchs in der Branche notwendig, heißt es. In
den 32.000 Stellen sind auch die rund 7.000 Stellen der schon in die Auffanggesellschaft
Vivento ausgelagerten Mitarbeiter eingeschlossen, deren Beschäftigungsverhältnisse
endgültig ausgegliedert würden. Alles soll nicht nur durch
sozialverträgliche Maßnahmen zur Senkung der Mitarbeiterzahl, sondern auch durch
Neueinstellungen von jungen Experten und Nachwuchskräften begleitet werden. Der
Wegfall der Telekom- Arbeitsplätze soll über die natürliche
Fluktuation sowie über Angebote zur Altersteilzeit [Ed: also zu Lasten des
Staates der Allgemeinheit] und Abfindungsregelungen erfolgen.
[mehr]
[VDSL-Links]
[01.02.1996:
Arbeitslosigkeit in Deutschland] (khd-Page)
Zu diesem Vorstoß der Telekom, die Regulierung politisch auszuhebeln, sowie zum Hintergrund
wurde im Archiv von t-off reichlich Material dokumentiert, das mit Links
untereinander verknüpft wurde (den mehr folgen):
[Einstiegsartikel anläßlich der IFA 2005].
[FTTC/VDSL-Links]
BERLIN 18.10.2005 (t-off/ard). Daß hierzulande das Betreiben eines
Mobilfunk-Netzes so etwas wie die eigene Gelddruckerei darstellt, ist bekannt zumal die
Nachdem die seit 17. Juni 2005 geltenden schärferen Regelungen Dialer-Betrügern das
Geschäft vermiest hatten, stellten viele Dialer-Seiten im Internet auf das
Handy- Payment
um. Einige versuchten dabei, den Besuchern sehr teure Abonnements unterzujubeln, die dann mit der
Handy- Rechnung vom Konto abgebucht wurden. Am 11. Oktober berichtete das ARD- Wirtschaftsmagazins
Plusminus, daß zumindest im Juli
und August mit Internet-Angeboten wie die von der Andreas & Manuel Schmidtlein GbR
betriebenen Seite"hausaufgaben.de" [Ed: die zudem völlig
ungefragt allzuoft vorne in den Ergebnislisten der Google-Suche auftauchte] vor allem bei
Kindern und Jugendlichen auf diese Art abkassiert wurden. Von den Betreibern der Internet-
Seiten sei dabei nicht deutlich gemacht worden, daß es sich bei den Angeboten um feste
Abonnements mit Kosten von 9,98 Euro pro Tag (sic!) handele, die nie und nimmer soviel wert
seien.
Beteiligt an dieser Abzockerei von Drittanbietern per Handy- Payment waren alle 4 Mobilfunk- Telcos:
E-Plus,
O2,
T-Mobile und
Vodafone.
Laut O2 lag die durchschnittliche Schadenssumme bei seinen rund 8.000 betroffenen Kunden
zwischen 100 und 200 Euro. Bei T-Mobile sollen sogar über 20.000 Kunden betroffen sein.
Die Netzbetreiber sollen nun
Maßnahmen gegen die Abrechnung fragwürdiger Angebote [Ed: und wer definiert, was
fragwürdig ist?] getroffen haben. Die Telcos haben inzwischen um sich etwas vom
Ruch der Raubritter zu befreien damit begonnen, die Kosten für das
strittige Bezahlen per Handy an die Kunden zurückzuerstatten. Ob es dabei fair und
gerecht zugeht, muß abgewartet werden.
[06.09.2005:
Gesetz gegen Telefon-Abzocke ist gescheitert]
BERLIN 10.9.2005 (t-off/khd).
Es reicht nicht aus, mit einem
Breitband-Atlas die
Misere beim Zugang zum Internet zu konstatieren. Nur eine besonders aktive und intelligente
Politik kann nach fast 25 Jahren total verfehlter
IT/TK-Politik deutscher
Regierungen die Situation deutlich verbessern. Denn schiefgelaufen ist bislang reichlich: Typisch Deutschland
BERLIN 10.7.2005 (t-off).
Da ist sie wieder die
maulende Telekom. Nein, die EU verkennt nicht den Wettbewerb in Deutschland, wie es die
Telekom nun behauptet. Auch mit Erpressung, wie die Telekom in der
WELT vom 8.7.2005 erzählt
(Wir fühlen uns von Brüssel erpreßt), hat das absolut nichts zu
tun. Zum einen ist der Wettbewerb in mehreren EU- Staaten deutlich härter als in
Deutschland. Und nicht zuletzt die Deutsche Telekom selbst will mit hohen Investitionen die
Wettbewerbssituation in Frankreich und
in Spanien gerade verschärfen. Zum anderen
muß man sich natürlich fragen, was der derzeitige Breitband- Wettbewerb beim DSL in
Deutschland wirklich wert ist insbesondere angesichts des telekomverursachten
Totalausfalls des TV-Kabels als leistungsfähiger Internet- Zugang.
BERLIN 6.7.2005 (t-off).
Die Tarifsenkung des deutschen Marktführers (47 % Anteil am DSL-Markt)
ist ein längst überfälliger Schritt. Warum dieser aber zeitlich nur bis August
begrenzt wird, sieht doch sehr nach einem ‚Mit-Speck-fängt-man-Mäuse‘
aus. Aber auch damit ist der Breitband- Zugang zum Internet bei der Deutschen Telekom noch
immer viel zu teuer. Viele Internet- Nutzer können sich solche Preise in Zeiten, wo auf
jeden Cent geachtet werden muß, schlichtweg nicht leisten. Sie müssen sich mit
einem Schmalband- Zugang via Modem bescheiden. Denn dabei fällt nur eine monatliche
Grundgebühr an.
Der SBC-Preis signalisiert zudem den tatsächlichen Marktwert eines solchen Produkts. Ach
ja, und dann wird natürlich bei SBC Communications ein
Always-on- Internet geliefert. Eine Zwangstrennung, wie beim T-DSL, gibt es nicht. Allerdings
gibt es in den USA auch einen funktionierenden Infrastruktur- Wettbewerb zwischen DSL und
TV-Cable, den hierzulande eine Deutsche Telekom geschickt unter tatkräftiger Beteiligung
von Politikern zu verhindern wußte.
BERLIN 9.6.2006 (khd/t-off). Heute beginnt in Deutschland die
Fußball- Weltmeisterschaft. Sehr viele Fans
werden diese nicht live in den Stadien erleben können, da das Kartenkaufen so etwas von kompliziert
war und außerdem noch einen Internet- Anschluß voraussetzte. Aber es gibt ja noch das
Fernsehen, um wenigstens etwas dabeizusein. Und diesmal werden sogar alle Bilder des Fußball-
Festes von vornherein im
hochauflösenden digitalen
Fernsehformat HDTV produziert die
Japaner
wollten das so. In Großbritannien sind diese HDTV- Bilder frei via ASTRA- Satellit
von der
BBC zu empfangen (ASTRA 2D auf 28,2° Ost,
10,847 GHz vertikal, der in Deutschland große Schüsseln erfordert).
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WM-Fans am Brandenburger Tor in 16:9 und ‚200 Zeilen HDTV‘.
[Zur
Normung des Digital-TVs] (Foto: 8.6.2006 mopo)
Zum Vergleich das gleiche Bild, wie es die herkömmliche Auflösung von PAL-plus liefern
würde. Es ist keine Frage: HDTV ist eine feine Sache wenn nur die Industrie endlich ihren
Job im Sinne der Konsumenten machen würde...
(Foto: 10.6.2006 khd/mopo)
Nutzer muß HDCP-Ärgernis mitbezahlen
Es wurde hier mal wieder Technik nach dem von Microsoft eingeführten Bananen- Prinzip auf die
Konsumenten losgelassen reift erst beim Kunden. Dahinter steckt aber diesmal die
Film- und Musik- Industrie, die bei der nächsten Generation der Unterhaltungelektronik (HDTV +
HD-DVD +
Blu-ray-DVD) am Markt um jeden Preis
einen absolut sicheren Kopierschutz für ihre Produktionen durchsetzen will. So wurde Intel beauftragt
den HDCP- Kopierschutz zu entwickeln, ohne den bei HDMI- und
DVI- Verbindungen zwischen den
Geräten (Receiver, DVD- Player, Fernsehgeräte) nichts geht. Dieses Schutzsystem muß vom
Nutzer mitbezahlt werden, obwohl es ihm nur Ärger bereitet (er kann zudem damit auch
nichts mehr aufnehmen). Es soll sicherstellen, daß ein
kopiergeschützter HD-Film zwar vom HD-Receiver oder DVD-Player bis zum HD-Display transportiert und
angezeigt wird, aber nirgendwo dazwischen abgegriffen wird, also auch nicht hardwaremäßig von
Bastlern und Hackern irgendwie innerhalb der HD-Geräte angezapft werden kann.Trotz totaler Bevormundung funktioniert’s oft nicht
Der HDCP-Kopierschutz ist so konzipiert, daß er vom Sender über Signale im DVB-Datenstrom ein-
und ausgeschaltet werden kann (Broadcast Flag), wobei sogar eine Feinsteuerung der Geräte erfolgen
kann. So kann über diesen Mechanismus sogar der Komponenten-Ausgang YUV oder die ganz normale
analoge PAL-Ausgabe eingeschränkt oder stillgelegt werden. Damit kann also eine HDTV-Sendung noch
nicht einmal in PAL für den Privatgebrauch aufgezeichnet werden. HDTV kann dann nur noch über
einen HDCP-fähigen Fernseher angeschaut werden. Und falls dieser das HDCP- Protokoll nicht richtig
handhaben kann, bleibt die teure Fernsehanlage ohne (Fußball-) Bilder. Nicht einmal das Logo
HD ready auf dem Gerät garantiert, daß es das HDCP wirklich beherrscht, was
blamabel für die gesamte Unterhaltungselektronik- Industrie ist. Immerhin hatte sie viele Jahre
Zeit, um den HDTV-Markteintritt sorgfältig vorzubereiten.Unausgereiftes zu hohem Preis
Ist allerdings die Aufklärungsarbeit durch (mehrfachen) Umtausch von Komponenten und Nachkauf von
guten HDMI-Kabeln nach einigen Tagen geschafft, dann wird man durch brilliante Fernsehbilder belohnt.
Vorher mußte aber noch ein Service-Techniker kommen, um die Firmware im teuren LCD- Fernseher auf
einen aktuelleren Stand zu bringen. Warum allerdings diese Intel-
Leute nicht in der Lage waren, ein fehler- tolerantes Protokoll fürs HDCP zu entwickeln, bleibt
derzeit noch ein Geheimnis. Allerdings könnte diese Unausgereiftheit verbunden mit der absoluten
HDCP-Gängelei der Nutzer dazu führen, daß d(ies)em HDTV keine große Zukunft
auf dem Massenmarkt bevorsteht. Wir kennen das ja schon vom
D2-MAC. Der große Wurf
ist das bisher jedenfalls nicht.
[HDTV-Links]
[00.00.2006:
Warum HDTV ein Flopp wird (wenn man so weitermacht, wie bisher)]
[24.01.2006:
Scart-Nachfolger HDMI patzt im Test] (VIDEO / SPIEGEL)
[25.03.2006:
HDTV-Recording: Scharfe Bilder auf der Flucht] (VIDEO / SPIEGEL)
[27.03.2006:
Erlebnis High Definition TV HDTV-Angebote im Praxistest] (c't 7/2006)
[29.05.2006:
Dschungelcamp HDTV Hochaufgelöstes TV in der Praxis] (c't 12/2006)
German group
weighs up £25bn BT bid
Deutsche Telekom (DT) denkt an Übernahme von British Telecom (BT).
[Translation-Service]
So to get a deal approved, DT would have to make lots of concessions, assuring the British
politicians that the British consumer would a big beneficiary of a takeover. In particular, DT would
have to commit itself to investments in the further build-out of the British broadband network to
world-class standard. Effectively, DT would have to make the same type of investments in a
VDSL network, or even in much
more costly FTTH service, it
currently wants to make in its homeland Germany only under the condition of a regulatory holiday. And
with DT being a foreign company, it would never get such a benign regulatory treatment in the UK as the
German government would love to grant DT in its homeland Germany (if only the EU didn’t oppose
that!).
Now this raises some interesting questions. In light of all the ongoing tussles in Germany about the
regulatory exemptions DT demands for its VDSL network, what are the
implications for the German market, assuming DT would really take over BT? No doubt, the more protected a
national incumbent is, the easier it becomes to finance large international acquisitions. But by the
same token, the higher the protection from competition is, the fewer incentives the incumbent has to
charge consumers attractive prices and invest in the infrastructure build-out in its home country.
Without strong competitive pressure, there would simply be not enough need for it. Rather, a classic
empire-builder telco in the “Ron Sommer”- style would prefer to expand abroad as much as
possible.
This is some food for thought for German politicians. Should the political objective be to foster an
international “empire-builder” telco with restricted competition at home or alternatively a
regulatory environment that benefits the consumer and national economy?
Mehr zu diesem Thema:
[27.05.2006:
No room for xenophobia in takeovers] (TIMES ONLINE)
[27.05.2006:
Deutsche Telekom an British Telecom interessiert] (DPA)
[28.05.2006:
BT takeover fever cools down] (DAILY TELEGRAPH)
[29.05.2006:
BT deal would face Brussels veto] (THE TIMES)
[29.05.2006:
Griff nach der Insel] (BERLINER ZEITUNG)
[29.05.2006:
German analysts say D.Telekom bid for BT unlikely] (REUTERS)
[22.02.2006:
Netzneutralität in Gefahr] (t-off)
[19.03.2006:
Die Netzwerker kommen Es ist Zeit für eine wirksamere Medienaufsicht] (Teil 1)
[25.03.2006:
Ihr zahlt! Wir senden Die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen] (Teil 2)
[02.04.2006:
An der Fernsehkasse Die Zukunft der privaten Sender] (Teil 3)
[03.04.2006:
SES organisiert Einstieg ins gebührenpflichtige Satelliten-TV] (DPA)
[04.04.2006:
BBC plant Frontalangriff auf Privatsender] (SPIEGEL ONLINE)
[05.04.2006:
Handy-TV nur mit Grundverschlüsselung und Zugangsgebühr] (HEISE)
[18.04.2006:
Guckt die Telekom in die Röhre?] (MANAGER MAGAZIN)
[25.04.2006:
Eine Kultur-Flatrater-Flatrate ist juristisch und ökonomisch machbar] (HEISE)
BERLIN 10.5.2006 (khd). Wenn heute
die 600. Ausgabe des Online-Magazins »t-off«
erscheint, dann ist das schon für an einem Sachthema orientierten Internet- Magazin
außergewöhnlich noch dazu, wenn dieses rein privat organisiert wurde. Denn meistens
halten die Macher nicht so lange durch. Es sind nun aber sogar 125 Monate am Stück also fast
10 1/2 Jahre geworden. Und der Herausgeber hat dabei selbst sehr viel über die
Marktmechanismen eines ‚freien‘ TK-, IT- und Medien- Marktes gelernt: Wirklich richtigen
Wettbewerb gibt es noch immer nicht. Es wird noch immer viel zuviel
Wettbewerb inszeniert gespielt.
Internet-Archiv
zu Problemen mit
der Telekommunikation.
[26.07.1997:
Die 250. Ausgabe von »t-off«]
[08.12.2000:
Die 500. Ausgabe von »t-off«]
[16.12.2000:
Wo bleibt der Wettbewerb? Zur 500. Ausgabe von t-off]
[04.04.2002:
Ökonom Pohl sieht Deutschland AG am Ende] (SPIEGEL ONLINE)
[10.01.2004:
Die "Aasgeier" der Immobilienbranche sind im Anflug] (DIE WELT)
[19.04.2004:
Wie Firmenjäger die Deutschland AG aufmischen] (SPIEGEL ONLINE)
[25.04.2005:
Die "Heuschrecken" kommen (Fonds)] (khd-research)
[24.04.2006:
Entwicklung der Aktionärsstruktur der Deutschen Telekom] (t-off)
[24.04.2006:
Willkommene "Heuschrecke"] (MANAGER MAGAZIN)
[24.04.2006:
Blackstone-Berater Ron Sommer soll nicht ‚gefädelt‘ haben] (DOW JONES)
[25.04.2006:
Heuschrecken sind überall] (DER TAGESSPIEGEL)
Internet-Tarif I über die Einwahl 019286018 von AltNetSurf,
der vom 24.3.2006 um 00.00 Uhr bis zum 20.4.2006 um 24.00 Uhr galt.
(Grafk: 1.4.2006 teltarif/khd)
Und damit es auch gerecht zuging, gab es bis zum 20. April auch die inverse Form des Tarifs I den
Tarif J. Damit konnte dann sogar rund um die Uhr billig für 0,11 Ct/Min x 60 Min = 6,6 Cent/Stunde =
rund 0,07 Euro/Stunde (0,13 DM/h) im Internet gesurft werden. Allerdings mußte man sich alle 3
Stunden über eine andere Telefonnummer neu einwählen.
Internet-Tarif J über die Einwahl 019286019 von AltNetSurf,
der vom 24.3.2006 um 00.00 Uhr bis zum 20.4.2006 um 24.00 Uhr galt.
(Grafk: 1.4.2006 teltarif/khd)
Warum nun aber die Reichen gleich das 36,3-fache bezahlen sollten, das verriet der ISP nicht.
Spötter sagten, das sei sowieso ein Angebot der Internet-Partei
F.D.P., die ihre soziale Ader entdeckt habe, aber die Marktwirtschaft nicht verwischen wolle. Und dazu
gehöre es eben nun einmal auch, reichlich Fallstricke einzubauen, heißt es. Wie auch immer,
am 20.4.2006 war sowieso Schluß damit. Bei beiden 60/60-Tarifen sind nun rund um die Uhr 2,99
Ct/Min fällig also da 27,2-fache des ehrlichen Preise von 0,11 Ct/Min.
Regulierer: Telekom soll Konkurrenz Breitbandzugang
gewähren.
Die Meldung von Dow Jones ist nicht so ganz richtig. Denn sowohl die Nachfrager des
ATM-Bitstroms als auch des
IP-Bitstroms haben jeweils eigene
Backbone- Netze. Ihnen fehlt jedoch in beiden Fällen der Kundenzugang auf der letzten Meile
der berühmten
TAL. Deswegen müssen
die Wettbewerber für das breitbandige Anbinden von Kunden Zugang per Bitstrom auf die seit
Ewigkeiten bestehende Infrastruktur des nationalen Ex-Monopolisten erhalten.
Anbieter ohne eigene Netzinfrastruktur sind hingegen reine Reseller des nationalen Ex-Monopolisten. Sie
sind somit nicht Nachfrager eines Bitstrom-Vorproduktes. Der Unterschied zwischen ATM- und IP-Bitstrom
liegt allein in der Art der Übergabe der Datenpakete (auf ATM- oder IP-Ebene). Für
TK-Unternehmen, die Breitbandzugänge vorranging an Geschäftskunden vermarkten wollen, ist die
Übergabe auf ATM-Ebene von besonderem Interesse. Denn ATM ermöglicht die Gewährleistung
einer besonderen ‚Quality of Service‘ (QoS), wie z. B. die Aufrechterhaltung eines bestimmten
geforderten Datendurchsatzes. Beim IP kann schon mal ein ‚Datenloch‘ entstehen.
Und das dokumentiert t-off zum Bitstrom-Zugang bereits im
November 2001: »Beim sogenannten Bitstrom-Zugang nutzen Internet Provider (ISPs) zur Realisierung
eines eigenen DSL-Angebotes auf der letzten Meile die
DSL- Technik des nationalen
Telefonkonzerns. Im Gegensatz zum Line-sharing brauchen sie daher in den Ortsvermittlungsstellen des
Ex-Monopolisten nicht aufwendig eigenes DSL- Equipment installieren. Die ISPs verwenden allerdings ihre
eigenen Internet- Backbones, weshalb sie daher mehr als ein Reseller der IP-Plattform des Ex-Monopolisten
sind. Eine geeignete Netzzusammenschaltung (Interconnection) erfolgt an den Breitband-POPs des
Ex-Monopolisten.« Daran hat sich nichts geändert.
Es sei denn der DSL-Wettbewerb wird nun durch immer neue Vertragstricks (von Juristen!) vom Typ
Net-Rental völlig ausgehebelt. Es wird nun
darauf ankommen, daß das Bundeskartellamt im Verbund mit
der Bundesnetzagentur der Deutschen Telekom endlich unmißverständlich klarmacht, daß
Deutschland dringend wahren TK-Wettbewerb braucht. Auf das andere Wirtschaftszweige wachsen
können und sich endlich die
Zahl der
Arbeitslosen reduziert und wieder mehr Geld durch Steuerzahler in die Staatskasse kommt. Es wird
dort dringend gebraucht, um reichlich andere Versäumnisse wie
mangelhafte
Integration der Einwanderer
und die Gewalt an
Schulen aufzuarbeiten.
[30.06.2003:
RegTP-Workshop zum Thema "Bitstromzugang"] (BNetzA)
[12.04.2005:
Auch das ist der Standort Deutschland...] (t-off-Kommentar von 2005)
[22.03.2006:
BNetzA-Pressemitteilung zum "Bitstromzugang"] (BNetzA)
[26.04.2006:
Bundesnetzagentur startet Konsultation zu IP-Bitstrom-Zugang] (HEISE)
GMX senkt Flatrate-Preis auf 0 Euro.
United Internet wolle auf Teufel komm raus Kunden an sich binden, kommentieren
Marktbeobachter das neue Angebot von GMX. Denn es sei absehbar,
daß die Telekom künftig den Wettbewerb gegenüber den Resellern verschärfen werde.
Schließlich habe die Telekom für ihr kommendes VDSL- Angebot
sehr ambitionierte Pläne. Bis Ende 2007 wollen die Bonner 1 Million
Triple-Play- Kunden
gewinnen, was nur durch preislich attraktive Tarifierung gelingen dürfte.
Möglicherweise spekuliert aber United Internet angesichts der kommenden VDSL- Einführung
auch auf eine Absenkung der Grundentgelte für das herkömmliche DSL. Oder BigT hat ihnen
bereits großzügige DSL-Nachlässe spendiert. Die Kunden der GMX müssen allerdings
einen verbraucherunfreundlichen Zweijahresvertrag abschließen. Bei solchen Langfristverträgen
besteht die Gefahr, daß später weitere Tarifsenkungen nicht an die eigenen Bestandskunden
weitergegeben werden, wie das allzuoft in den letzten Monaten am deutschen TK-Markt zu beobachten war.
[mehr]
[08.02.2006:
Telekom droht starke Konkurrenz bei Highspeed-Netz]
[02.03.2006:
T-Online zahlt hohen Preis für Kunden]
[07.03.2006:
United Internet will 2006 um mehr als 25 % wachsen]
[28.02.2004:
Internet-Provider Freenet AG sperrt Seiten von Kritikern] (HEISE-NEWSTICKER)
[28.02.2004:
Freenet sperrt Seiten von Kritikern Zensur im Internet?] (INTERNET-FALLEN)
[02.03.2004:
Website-Sperren: Provider Freenet AG rudert zurück] (HEISE-NEWSTICKER)
[15.03.2004:
Freenet AG: Abmahnungen statt Websperren] (HEISE-NEWSTICKER)
[17.03.2004:
Freenet.de AG geht auf Kunden zu] (HEISE-NEWSTICKER)
[17.03.2004:
Freenet.de AG lügt in der Werbung] (TELTARIF)
[21.11.2005:
Unverschämt statt günstig Gewinne durch Tricksereien] (BERLINER ZEITUNG)
[27.12.2005:
Kunden-Kritik im Freenet.de-Forum] (Links)
Ansinnen der Telekom
In Deutschland spielt die Deutsche Telekom AG den Vorreiter, wie die
WirtschaftsWoche heute meldete. Danach will
T-Chef Kai-Uwe Ricke nicht nur selbst entscheiden, welche Konkurrenten das künftige
VDSL- Netz mitbenutzen, sondern auch von Web- Riesen wie
Google,
Yahoo,
Amazon und
Ebay reichlich
Gebühren einziehen. Ricke: Hier entsteht eine völlig neue Welt. Sowohl die
Bundesnetzagentur als auch die Web- Riesen müssen verstehen, dass die Regeln der Neunzigerjahre hier
fehl am Platze sind. Ein politischer Aufschrei aus Berlin war dazu bisher nicht zu vernehmen.
Im Gegenteil: Die schwarz-rote Bundesregierung unterstützt
[protegiert] die Deutsche Telekom, wo sie nur kann.
[mehr]Einen Vorgeschmack
Einen Vorgeschmack auf eine solche ‚Zensur‘ haben derzeit Kunden des deutschen Internet-
Anbieters Freenet.de (Werbespruch: normal ist das
nicht!). Seit Weihnachten sind plötzlich wg. eines ungelösten Routing- Problems
mit nagelneuen IP-Adressen so wichtige Sites in den USA
wie Library of Congress,
die UN in New York,
CNN in Atlanta schlichtweg nicht mehr erreichbar. Aber auch dieses
Magazin t-off in Toronto
ist davon betroffen. Freenet.de hatte das am 19. Februar 2006 also nach fast 2 Monaten
noch immer nicht im Griff. [mehr]
[23.01.2006:
Wirtschaftliche Bedeutung des Internet nimmt deutlich zu] (DPA)
[07.02.2006:
Netzneutralität in Gefahr] (Technology Review)
[08.02.2006:
Internet neutrality law needed, Vinton Cerf says] (Comp. World)
[22.02.2006:
Web-Riesen sollen zahlen] (WirtschaftsWoche)
[22.02.2006:
Telekom will Geld von Webanbietern] (Heise Newsticker)
[27.02.2006:
"Der Briefträger will am Erlös der Briefe beteiligt werden"] (TR)
[03.03.2006:
US-Gesetz soll Netzneutralität sichern] (NetZeitung)
»Gestern ist es vielen entgangen. Als sich durch den Fußball die evolutionäre
Weiterentwicklung unserer konsensualen Medienwelt fast unbeabsichtigt zu einer Anti-
Premiere- Revolution auswuchs, ist noch etwas Neues geschehen. Bis
gestern wussten wir so ungefähr, was ein Sender ist und was eine Rechte- Agentur. Ab heute geht das
etwas durcheinander. Sicher ist nur: Ein Fernsehsender im bisherigen Sinne ist
Arena nicht,
jenes Konsortium, das nun die Bundesliga-Pay-TV- Rechte erworben hat und hinter dem sich bisher die drei
Kabelnetzbetreiber Iesy, Ish und
Tele Columbus verbergen. Das Konsortium transportiert Programme,
es macht sie bislang aber nicht.
Die IP-Rechte
waren unser primäres Ziel. Wir haben damit attraktiven Content.
Sagte am 22.12.2005 Stephan Althoff, heute Sponsoring-Chef der Deutschen Telekom AG, der vielen
aber noch als unredlicher Telekom-Sprecher aus der
TV-Sendung um die "Tarifreform '96" vom 29. Februar 1996 in
Erinnerung ist.
[22.12.2005:
Telekom zahlte 40 Mio. Euro für Fußball-Rechte]
(internet.com)
[23.12.2005:
Die Regulierer sind am Ball] (Der Tagesspiegel)
[25.12.2005:
Premiere klagt gegen Fusion von Ish und Iesy] (Heise-Ticker)
Providence
holds key to Internet revolution.
Da aber die absehbaren TV-over-DSL-Angebote auch in der wegweisenden
HDTV-Technik die
Kabel Deutschland (KDG) ernsthaft bedrohen, muß diese
ihre bisher recht passive Strategie ändern. Das wird aber nur gehen, wenn sie auch den finanziellen
Spielraum für Investitionen bekommt. Wie t-off bereits kommentierte, ist die KDG zwar operativ
hochprofitabel (das reine Verteilen von TV-Programmen via Kabel ist noch immer sehr lukrativ), durch die
hohe Verschuldung muß der operative Gewinn der KDG jedoch weitgehend für Zinszahlungen und die
Schuldentilgung verwendet werden. Ob sich das durch die Providence- Übernahme nun ändern wird,
bleibt abzuwarten.
Es liegt jedoch im Rahmen des Möglichen, denn wie t-off schon die bisherige Strategie der KDG
kommentierte: "Ein Erfolg kann das eigentlich nicht mehr werden." Dennoch: Es besteht bei der KDG
dringender Handlungsbedarf. Sie muß mit attraktiveren Angeboten stärker im TriplePlay- Markt
agieren statt mehr oder weniger nur auf den Wettbewerb zu reagieren. Sonst wird ihr Kabelnetz in den
Ballungszentren künftig völlig an Bedeutung verlieren.
Auch muß die KDG schleunigst ihre arrogante Haltung gegenüber den Kunden aufgeben, denn sie
verknüpft noch immer ein Internet-Abo mit der Abnahme von Kabelfernsehen. Im Zeitalter von
‚kostenlosem‘ DVB-T rechnet
sich das schlichtweg nicht für die Endkunden, der heute mit jedem Cent rechnen muß. Und so
liegen in vielen Wohnungen von Ballungsgebieten wie Berlin die bereits voll Internet- tauglichen
Kabelsteckdosen brach, nur weil die KDG mit dem Koppelgeschäft doppelt verdienen will, wo sie doch
das Geschäft mit dem HighSpeed- Internet machen könnte.
[14.11.1997:
High-Speed Internet via TV-Kabelnetz Bleibt Deutschland außen vor?] (khd-research)
[07.12.2005:
Investor baut Rivalen zur Telekom auf] (FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND)
[12.12.2005:
Kabel Deutschland rüstet auf] (BERLINER MORGENPOST)
[12.12.2005:
"Heuschrecke" gegen Telekom] (MANAGER MAGAZIN)
[12.12.2005:
Providence übernimmt KDG alleine] (DPA-AFX)
ist vor allem der Festnetzbereich, der sich neuerdings T-Com
nennt. Hier sollen künftig allein 20.000 Stellen entfallen. Im Geschäfts- Bereich
T-Systems fallen 5.500 Arbeitsplätze weg. Die
Telekom hatte Ende Juni weltweit rund 244.000 Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen
soll es aber bis Ende 2008 nicht geben, sagt die Telekom. Das Sparprogramm soll 3,3 Milliarden
Euro kosten. Nicht enthalten sind darin volkswirtschaftliche Folgekosten, wie sie z. B. durch
entlassungsbedingte Krankheiten entstehen.
Wir verlieren monatlich rund 100.000 Anschlüsse an die
Konkurrenz.
Ein Telekom-Sprecher am 2.11.2005 im InfoRadio Berlin.
[Markt-Anteile]
[02.11.2005:
T-Com auf dem Weg in die Vergreisung] (SPIEGEL)
[05.11.2005:
Kundenverband befürchtet schlechteren Service] (DPA)
Rückfall ins T-Monopol Europa hat dringenden
Handlungsbedarf
4.11.2005 (khd).
Ob sich die wenig technikkompetenten Koalitionäre
erneut von der Telekom
erpressen lassen, muß abgewartet werden. Fakt ist jedenfalls, daß sich jetzt
BigT ein neues Monopol beim Endkunden- Zugang mit einem Universal- Anschluß
basteln will. Worum geht es dabei genau?Mit Light-Speed Markt aushebeln
Die Telekom will in den Ballungsgebieten die Konkurrenz beim sehr schnellen Internet- Zugang
ausschalten. Dazu will sie im Rahmen ihres Projekts Light-Speed die bislang in den
Netzknoten (Vermittlungsstellen, meist die früheren Endämter) installierten
DSL-Konzentratoren
(DSLAMs) an die
Kabelverzweiger an den Bordsteinkanten vor den Wohnhäusern vorverlegen
(FTTC). Da damit die
Länge des verdrillten Kupferdrahtes
(TAL) zwischen dem
Netz und den Wohnungen der Kunden kürzer wird (nur noch etwa 50300 m), können
darüber breitbandigere Signale übertragen werden (bis etwa 100 MBit/s). Denn die
Kabelverzweiger werden direkt mit Glasfaserleitungen an die Netzknoten angebunden. Dieser
Trick ermöglicht dann den Einsatz der seit langem in den USA entwickelten schnellen
VDSL-Technik, mit der
sich über einen Anschluß Internet, Telefonie und ‚Kabelfernsehen‘
realisieren läßt das Triple Play einer
Telco.Wettbewerber haben ein Problem
Technisch ist das ein sinnvolles und problemloses Vorgehen, da anderenorts bewährte
Technik angewandt werden wird. Die Tücke liegt aber in der rechtlichen Behandlung im
Rahmen des liberalisierten TK-Marktes, der auf Wettbewerb setzt. In den Netzknoten erhalten
bislang die Wettbewerber auch den Zugang zu den entbündelten
Teilnehmeranschlußleitungen (TAL) der Telekom, wobei die Entbündelung am
Hauptverteiler geschieht. Während der Telekom diese Entbündelung am Hauptverteiler
gesetzlich vorgeschrieben ist, besteht diese Pflicht für die Kabelverzweiger jedoch nicht.
Und damit haben alle Wettbewerber ein Problem. Sie werden selber nicht das schnelle VDSL
anbieten können. Zwar haben sie weiterhin die Möglichkeit, wie gewohnt ab
Hauptverteiler die komplette letzte Meile zu mieten. Aber zum Angebot der schnellen
VDSL- Technik die alles kann müßten sie ab Kabelverzweiger Zugriff nur
auf das letzte Teilstück der letzten Meile bekommen können und dort auch ihre eigene
DSL- Technik installieren dürfen, wozu der Platz in den kleinen Schaltschränken nicht
ausreicht. Wie könnte eine faire Regulierung aussehen?
14.11.2005 (khd). Es ist derzeitig müßig, sich über eine faire Regulierung des
von der Telekom geplanten
FTTC-Netzes Gedanken zu machen. Denn im
Koalitionsvertrag vom Freitag [11.11.2005] haben die künftigen Regierungparteien
in einer Breitband-Klausel bereits festgelegt,
daß sie der Telekom hierbei Regulierungs- Dispens durch Novellierung des TKGs erteilen
wollen. Es wird nun Sache der EU-Kommision sein, die künftige Bundesregierung
darüber aufzuklären, was das Ansinnen der Telekom für den Wettbewerb (technisch)
tatsächlich bedeutet. Auch könnte es sinnvoll sein, wenn die ‚Europäische
Regierung‘ gleich selbst die fürs FTTC notwendigen Regulierungsverordnungen auf den
Weg bringt so könnte das brisante Problem in der EU einheitlich behandelt werden.
ganze Handy- Telefoniererei miserabel reguliert ist. Sogar der
Europa- Abgeordnete Elmar Brok (CDU) beurteilte unlängst das
Geschäftsgebaren dieser Telcos wg. der unverschämt hohen Preise fürs mobile Telefonieren
negativ: Das seien alles Raubritter. Sie sind es auch vor allem deshalb, weil sie
mit dem breiten Publikum Handy- Verträge nur dann abschließen, wenn der Kunde zur
Bezahlung eine Lastschrift- Ermächtigung erteilt. Denn seriöse Firmen würden
immer erst eine Rechnung schicken, die der Kunde vor einer Überweisung prüfen kann.
Und daß eine erteilte Einzugs- Ermächtigung sehr teuer werden und viel Ärgeri
im nachhinein bedeuten kann, zeigt ein aktuelles Beispiel.
Verbraucherschützer raten:
1. Niemals einer Telco das Abbuchen vom eignen Konto erlauben.
2. Auf das unsichere Handy-Payment verzichten.
3. Eine Online-Bezahlung per Kreditkarte über eine gesicherte Verbindung ist immer vorzuziehen.
[08.09.2005:
Bezahlen per Handy So schnell tappt man in die Mobile-Payment-Falle]
[11.10.2005:
O2 zahlt geprellten Kunden Geld zurück]
[14.10.2005:
Telekom: 80 statt 19 Cent für eine SMS]
Es wird Zeit, vielleicht doch noch zu erreichen, daß endlich die noch immer für normale
Internet-User völlig überhöhten Internet- Zugangskosten auf ein international
übliches Maß reduziert werden. Der amerikanische SBC-Konzern hat
unlängst
gezeigt, was derzeit der wahre Zugangspreis fürs Breitband- Internet per DSL ist
14,95 $/Monat, rund 12,50 Euro pro Monat bei bis zu 1,5 MBit/s (alles inklusive).
Hierzulande kostet aber bei der Telekom allein schon das Abo für die nackte DSL-Leitung
mehr. Was nutzt da die günstigste DSL-Flatrate aller Zeiten?
Aber so billig ist es auch wieder nicht, wie man meint. Meist werden heute so um die 1
Cent/Minute (alles inklusive) verlangt, wobei immer wieder mal für kurze Zeit ein
Schnäppchen auftaucht. Will man den Preis mit einer monatlichen Flatrate vergleichen,
muß man so rechnen: 30 Tage x 24 h/d x 60 min/h = 43.200 Minuten x 0,01 Euro/Minute =
432,00 Euro pro Monat. Ein stolzer Preis! Natürlich wird man sich eine viel billigere
DSL-Flatrate holen, wenn man das Internet so intensiv nutzen will. Nur macht dieser Preis
deutlich, wie teuer das Ibc eigentlich wirklich ist etwa um den Faktor 1012 zu teuer.
Um es klar und deutlich zu sagen: Die Bundeskanzler Kohl und Schröder sowie die
zuständigen Minister Bötsch, Rexrodt, Müller und Clement haben bei der
Entwicklung des Internets versagt, so daß hierzulande sehr viele neue Arbeitsplätze
erst garnicht entstehen konnten. Sie haben der deutschen Volkswirtschaft Schaden
zugefügt. Der Bundestag ist daher aufgefordert, in der 16. Legislatur die Kardinalfehler
der Alt-Politiker in geeigneter Weise zu korrigieren. Und vielleicht reicht es ja schon aus,
den Regulierer die Bundesnetzagentur zu einer wirklich unabhängigen
Behörde zu machen, die an ‚Weisungen‘ der Bundesregierung nicht gebunden
ist.
Die Bundestagswahl 2005:
Eine Übersicht.
Der Koalitionsvertrag.
[Wer
hat die Entwicklung des Internets in Deutschland behindert?]
[Und was versprechen
uns die Parteien 2005?]
[Was
stellt die "c't" in Sachen IT bei den Parteien fest?] (Links)
Telekom zieht auf Druck aus
Brüssel Preisantrag zurück
Natürlich gibt es (zum Glück!) die infraktrukturbasierten Stadtnetzbetreiber oder
Regionalanbieter, die einen wichtigen Beitrag zum
Wettbewerb leisten. Aber es waren vor allem auch reine Reseller der Telekom, die den
Breitband- Wettbewerb mit preissaggressiver Vermarktung angeschoben haben, beispielsweise United
Internet mit den Marken GMX und 1&1.
Weil aber beim Resale die komplette Wertschöpfung, also auch der Internet-Traffic, bei der
Telekom eingekauft werden muß, entsteht daraus nicht mehr als ein temporärer
Scheinwettbewerb (Motto: Spielen wir mal
freier Markt). Und deshalb braucht Deutschland so dringend das Line- Sharing und den
Bitstream-Access zu fairen Konditionen, wie es sie in EU-Nachbarländern längst gibt.
Damit der Breitband- Wettbewerb statt übers Resale primär als ein Infrastruktur-
Wettbewerb geführt werden kann.
Erinnert werden muß aber auch an den Kardinalfehler, den
eine große Koalition Anfang der 90er-Jahre bei der
Postreform begang. Natürlich hätten damals aus
der Deutschen Bundespost Abteilung Fernmeldewesen zwei Unternehmen gebildet werden müssen.
Das heißt, es hätte eine klare Trennung zwischen allen Netzen und dem reinen
TK- Betrieb realisiert werden müssen, wie es nicht
nur Experten forderten. Mit Sicherheit gäbe es damit heute beim Line- sharing und
beim Bitstream- Access keine wettbewerbsverhindernden Querelen. Und uns wären zudem viele
Arbeitslose erspart
geblieben. Aber die handelnden Politiker hatten
ja noch nicht einmal verstanden, was ein Bit ist, geschweige denn ein Byte oder ein Dezibel...
Und daran hat sich auch unter einem Kanzler Schröder nichts geändert.
T-Online heizt DSL-Preiskampf weiter
an
Allzuoft wird bei internationalen Preisvergleichen von Marktforschern übersehen, daß
in Deutschland zum Flatrate-Tarif von T-Online immer noch die monatliche DSL-Grundgebühr
der T-Com anfällt. Zusammen mit der Flatrate liegen dann hierzulande die Gesamtkosten
für einen T-DSL Anschluß in der Einstiegsvariante (T-DSL 1000 mit 128 kBit/s
Upstream) nun bei monatlich 26,94 Euro, was stolze 52,69 DM/Monat wären. Und
außerdem müssen noch die Kosten fürs Telefon aufgebracht werden. Denn bei BigT
aber auch bei Arcor & Co. ist ein ADSL-Abo noch immer an die Abnahme eines
Telefons gekoppelt.
Ach, und dann ist da noch etwas, was höchst ärgerlich ist. Denn auch dieser
Flatrate-Tarif erlaubt kein Always-on- Internet, wie es u. a. in den USA eine
Selbstverständlichkeit ist. Im Kleingedruckten (warum wird das eigentlich nicht normal
gedruckt?) heißt es: Nach ca. 24 Stunden ununterbrochener Nutzung erfolgt ein
Abbruch der Verbindung. Eine sofortige Wiedereinwahl ist möglich. Was soll
das?
Das ist sogar unverschämt teuer
11.7.2005 (khd). Und wie unverschämt teuer dieser auf billig gemachte T-arif
wirklich ist, das zeigt das aktualle ADSL-Angebot der
amerikanischen SBC. Von neuen Kunden wird hier für einen DSL-Zugang mit 1,5 MBit/s
nur ein monatliches Entgelt von 14,95 US-Dollar verlangt, was rund 12,50 EUR/Monat sind
alles inklusive (Laufzeit 1 Jahr). Das ist weniger als der halbe Telekom- Preis für die
10-fache Geschwindigkeit!
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